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Bank und Kapitalmarktrecht
Online-Banking-Betrugswelle 2021 - Hilfe vom Rechtsanwalt
09
Apr

Neuer Online-Banking-Betrug | Update 2021

Photo by Vlada Karpovich from Pexels

Erneute Betrugswelle im Online-Banking

Warnung es gibt einen neuen Online-Banking-Betrug. Mehr als die Hälfte der Deutschen nutzt das Online-Banking, um die notwendigen Bankgeschäfte im Internet zu erledigen. Dies ist nicht nur praktisch, sondern auch über das Smartphone überall möglich. Bedauerlicherweise nutzen Cyberkriminelle das Verhalten dieser Nutzer aus, indem sie versuchen, an die Zugangsdaten der User zu kommen und somit ihr Geld abzuheben. Besonders im Jahr 2021 spricht man vermehrt von der Betrugswelle.

Was für Möglichkeiten stehen dem Betrüger zu?

Dabei stehen ihnen mehrere Möglichkeiten offen, die Online-Banking-Accounts zu hacken und den Betrug durchzuführen. Die Verfahren Phishing und Pharming sind dabei sehr beliebt. 

Beim Phishing-Angriff handelt es sich um einen Versuch des Identitätsdiebstahls. Gefälschte E-Mails oder Webseiten, die dem Design der Banken entsprechen, sind beliebte Methoden dieses Vorgangs. Hier sollen die Nutzer selbst ihre Zugangsdaten eingeben, die dann zu den Betrügern gelangen. 

Beim Pharming sollen Viren dafür sorgen, dass den Nutzern, trotz Angabe der richtigen Adresse, die falsche Webseite angezeigt wird. Auch Kontonummern der Empfänger von Überweisungen können mithilfe dieser Viren in die Kontonummern der Betrüger umgewandelt werden. Selbst die personalisierte TAN, die bei Überweisungen abgefragt wird, kann den Nutzer nicht mehr vor den Betrügern schützen.

Was ist in einem solchen Betrugsfall zu beachten?

Solch ein Online-Banking-Betrug ist leider nur sehr schwer zu erkennen. Oftmals macht er sich erst dann bemerkbar, wenn an den Kontoständen fehlende Beträge festgestellt werden. Auch diese kommen in manchen Fällen erst spät zum Vorschein.

Wenn Sie also außerhalb Ihrer Bankgeschäfte zur Eingabe von persönlichen Daten und TAN oder zum Öffnen von zusätzlichen Fenstern aufgefordert werden sollten, sollten Sie besonders vorsichtig sein, da es sich hierbei um einen Phishing-Angriff handeln könnte. Werden Sie zudem bei jeder kleinen Änderung gegenüber Ihrer normalen Bank-Website aufmerksam und vergessen Sie nicht, die Kontonummern genau zu überprüfen. Bei Auffälligkeiten sollten Sie sich sofort an Ihre Bank wenden.

Falls Sie trotz aller Vorsorgemaßnahmen dennoch zum Opfer eines Online-Banking Betrugs werden, sollten Sie schnell handeln. Wenn Sie sich sofort bei einem Rechtsanwalt melden, kann sich dieser noch um die Sicherstellung des Geldes bei der Empfängerbank kümmern. Gegebenenfalls kommt eine Kontosperrung in Betracht. Ferner sollten Sie Ihre Kontoauszüge auf Unregelmäßigkeiten prüfen, um zu sehen, ob der Betrüger bereits Abbuchungen vorgenommen hat. Auch die Polizei sollte in einem solchen Fall unverzüglich informiert werden.

Rechtslage – gegenüberstehende Ansprüche

Doch wie sieht die Rechtslage aus, wenn Sie durch den Online-Banking-Betrug erhebliche Geldsummen verloren haben?

Grundsätzlich haben Sie nämlich einen Anspruch auf Erstattung dieser Beträge gegenüber der Bank, wenn ein Dritter Zugang zu Ihrem Konto erlangt und Überweisungen durchführt, die nicht autorisiert wurden (vgl. § 675u BGB). Dazu müssen Sie der Bank lediglich darlegen, dass Sie das Geld nicht überwiesen haben, sondern dies durch einen unberechtigten Dritten geschah.

Auch den Banken stehen gegebenenfalls Schadensersatzansprüche zu. Dies ist dann der Fall, wenn der Betroffene die notwendige Sorgfaltspflicht außer Acht gelassen hat (§ 675v BGB).

Suchen Sie Hilfe bei Online-Banking-Betrügen?

Besonders dann, wenn zwei Ansprüche, der des Verbrauchers und der der Bank, aufeinandertreffen, ist die Hilfe eines qualifizierten Rechtsanwalts notwendig. Sollten Sie sich also in dieser Situation des Online-Banking-Betrugs befinden, steht Ihnen Herr Rechtsanwalt Kaufmann stets zur Seite. Kontaktieren Sie uns, wir helfen Ihnen gerne weiter.


Was für Möglichkeiten stehen dem Online Banking Betrüger zu?


Im Jahr 2021 stehen den Betrügern mehrere Möglichkeiten offen, die Online-Banking Accounts zu hacken und den Betrug durchzuführen. Die Verfahren Phishing und Pharming Attacke sind dabei sehr beliebt. 
Beim Phishing-Angriff handelt es sich um einen Versuch des Identitätsdiebstahls. Gefälschte E-Mails oder Webseiten, die dem Design der Banken entsprechen, sind beliebte Methoden dieses Vorgangs. Hier sollen die Nutzer selbst ihre Zugangsdaten eingeben, die dann zu den Betrügern gelangen. 
Beim Pharming sollen Viren dafür sorgen, dass den Nutzern, trotz Angabe der richtigen Adresse, die falsche Webseite angezeigt wird. Auch Kontonummern der Empfänger von Überweisungen können mithilfe dieser Viren in die Kontonummern der Betrüger umgewandelt werden. Selbst die personalisierte TAN, die bei Überweisungen abgefragt wird, kann den Nutzer nicht mehr vor den Betrügern schützen.

Was soll in Online Banking Betrugsfällen beachtet werden?

Solch ein Online-Banking-Betrug ist leider nur sehr schwer zu erkennen. Oftmals macht er sich erst dann bemerkbar, wenn an den Kontoständen fehlende Beträge festgestellt werden. Auch diese kommen in manchen Fällen erst spät zum Vorschein.
Wenn Sie also außerhalb Ihrer Bankgeschäfte zur Eingabe von persönlichen Daten und TAN oder zum Öffnen von zusätzlichen Fenstern aufgefordert werden sollten, sollten Sie besonders vorsichtig sein, da es sich hierbei um einen Phishing-Angriff handeln könnte. Werden Sie zudem bei jeder kleinen Änderung gegenüber Ihrer normalen Bank-Website aufmerksam und vergessen Sie nicht, die Kontonummern genau zu überprüfen. Bei Auffälligkeiten sollten Sie sich sofort an Ihre Bank wenden.
Falls Sie trotz aller Vorsorgemaßnahmen dennoch zum Opfer eines Online-Banking-Betrugs werden, sollten Sie schnell handeln. Wenn Sie sich sofort bei einem Rechtsanwalt melden, kann sich dieser noch um die Sicherstellung des Geldes bei der Empfängerbank kümmern. Gegebenenfalls kommt eine Kontosperrung in Betracht. Ferner sollten Sie Ihre Kontoauszüge auf Unregelmäßigkeiten prüfen, um zu sehen, ob der Betrüger bereits Abbuchungen vorgenommen hat. Auch die Polizei sollte in einem solchen Fall unverzüglich informiert werden

Wie ist die Rechtslage bei Verlusten von erheblichen Geldbeträgen im Online Banking?

Grundsätzlich haben Sie einen Anspruch auf Erstattung der Beträge gegenüber der Bank, wenn ein Dritter Zugang zu ihrem Konto erlangt und Überweisungen durchführt, die nicht autorisiert wurden (vgl. § 675u BGB). Dazu müssen Sie der Bank lediglich darlegen, dass Sie das Geld nicht überwiesen haben, sondern dies durch einen unberechtigten Dritten geschah.
Auch den Banken stehen gegebenenfalls Schadensersatzansprüche zu. Dies ist dann der Fall, wenn der Betroffene die notwendige Sorgfaltspflicht außer Acht gelassen hat (§ 675v BGB).

Quellen

https://www.juris.de/jportal/portal/page/homerl.psml?nid=jnachr-JUNA210300873&wt_mc=pushservice&cmsuri=%2Fjuris%2Fde%2Fnachrichten%2Fzeigenachricht.jsp

https://rechtsanwaltkaufmann.de/bank-und-kapitalmarktrecht/schadensersatz-gegen-die-bank-bei-betrug-im-online-banking

Rechtsanwalt-Kaufmann-Online-Casino-Geld-Zurück-zahlen
05
Apr

Online Casino – Wie Sie Ihr Geld zurück bekommen

Naim Benjelloun von Pexels

Online Casino – Wie man sich seine Verluste zurückholt

Grundsätzlich sind Online-Glücksspiele mit einigen wenigen Ausnahmen nach deutschem Recht illegal. Dennoch hören viele Seitenbetreiberinnen und Betreiber von Online-Casinos nicht auf, die Glücksspiele ihren Kundinnen beziehungsweise Kunden online zur Verfügung zu stellen. Doch was passiert, wenn man durch diese illegalen Online-Casinos große Verluste macht? Kann man das Geld gegebenenfalls zurückfordern? 

Duldung der Online-Glücksspiele trotz Verbot

Online-Casinos sind in Deutschland nach § 4 Abs. 4 im Glücksspielstaatsvertrag gesetzlich verboten. Auch in § 284 des Strafgesetzbuches ist das Verbot solcher öffentlichen Glücksspiele geregelt. Ausnahmen bilden hier Glücksspiele, die behördlich genehmigt wurden. Darunter fallen auch staatliche Lotterien oder Sportwetten. Zudem ist das Glücksspielrecht Sache der Bundesländer. Daher sind Online-Glücksspiele in Schleswig-Holstein unter bestimmten Bedingungen gestattet. 

Obwohl solche Online-Casinos in den meisten Fällen illegal sind, erzielen die Betreiberinnen und Betreiber immer wieder ausgesprochen hohe Umsätze. Dies ist unter anderem damit zu begründen, dass die zuständigen Behörden die Online-Glücksspiele unter der Voraussetzung, dass sich die Betreiberinnen und Betreiber an rechtliche Vorgaben halten, dulden. Bereits im Sommer des Jahres 2021 sollen Online-Glücksspiele nämlich ohnehin bundesweit unter den bereits geltenden Duldungsregelungen legalisiert werden.

Fallbeispiel für Rückerstattung von Online Casino Geld in Gießen

Noch ist es jedoch nicht so weit. Ein aktuelles Urteil des Gießener Landgerichts zeigt, dass es aufgrund der Illegalität solcher Spiele sogar möglich ist, Verluste von den Betreiberinnen und Betreibern zurückzufordern.

Bei dem Verfahren wurde einem Spieler ein Rückerstattungsanspruch der verlorenen Einsätze in Höhe von 12.000 Euro zugesprochen, da er diese nach der gerichtlichen Auffassung ohne Rechtsgrund getätigt habe. Wegen der Illegalität dieses Online-Glücksspiels sei der Vertrag zwischen Anbieter und Spieler nämlich nichtig. Dies berechtigt die Spielerinnen und Spieler dazu, ihr verlorenes Geld zurückzufordern.

Weder eine im Ausland erworbene Glücksspiel-Lizenz, noch die gängige Duldung illegaler Online-Casinos durch die Behörden können die Betreiber in einem solchen Fall rechtfertigen. 

Die Auffassung der Beklagten, dass das deutschlandweite Verbot nach dem Unionsrecht gegen die Niederlassungsfreiheit für Unternehmen verstoße, wurde von dem Gericht abgestritten.

Immer mehr Spieler haben in den Verfahren Erfolg

Das aktuelle Urteil des Landgerichts Gießen stellt nur einen von etlichen Fällen dar, bei denen es den Spielern gelingt, das verlorene Geld zurückzuerlangen. Viele Glücksspielfirmen vermeiden sogar solche Urteile, indem sie sich mit den Klägerinnen oder Klägern auf eine teilweise oder vollständige Rückerstattung der Verluste einigen.

Suchen Sie Hilfe bei der Rückerstattung der Verluste von einem Online Casino?

Auch wenn dies zunächst relativ einfach klingt, ist es in der Praxis mit ganz vielen Problemen verbunden, die häufig nur ein qualifizierter Rechtsanwalt überwinden kann. Im Falle eines Rückforderungsanspruchs sollten Sie also auf die Hilfe eines solchen Fachanwalts nicht verzichten. Mithilfe seiner Kenntnisse können Sie erfolgreich gegen den Online-Casino Betreiber vorgehen und Ihr verlorenes Geld zurückfordern. Gerne prüft Herr Rechtsanwalt Kaufmann Ihren Fall und zeigt Ihnen die Möglichkeiten auf, die Sie in dem Fall haben. Rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns eine Nachricht. Wir helfen gerne weiter.


Ist ein Online-Casino in Deutschland legal?

Die Chancen, die Verluste zurückgezahlt zu bekommen, stehen gut, da Online-Casinos in Deutschland illegal sind. Gem. § 4 Abs. 4 des Glücksspielstaatsvertrags sind solche Casinos gesetzlich verboten. Auch in § 284 des Strafgesetzbuches ist das Verbot der öffentlichen Glücksspiele geregelt. Ausnahmen bilden hier Glücksspiele, die behördlich genehmigt wurden. Darunter fallen auch staatliche Lotterien oder Sportwetten. Zudem ist das Glücksspielrecht Sache der Bundesländer. Daher sind Online-Glücksspiel in Schleswig-Holstein unter bestimmten Bedingungen gestattet.

Wie kommt es dazu, dass viele Firmen dennoch ein Online-Casino betreiben?

Obwohl solche Online-Casinos in den meisten Fällen illegal sind, erzielen die Betreiberinnen und Betreiber immer wieder ausgesprochen hohe Umsätze. Dies ist unter anderem damit zu begründen, dass die zuständigen Behörden die Online-Glücksspiele unter der Voraussetzung, dass sich die Betreiberinnen und Betreiber an rechtliche Vorgaben halten, dulden. Bereits im Sommer des Jahres 2021 sollen Online-Glücksspiele nämlich ohnehin bundesweit unter den bereits geltenden Duldungsregelungen legalisiert werden.

Wie kann man das Geld von Online Casinos zurückfordern?

In vielen Fällen ist dem Spieler beziehungsweise der Spielerin ein Rückerstattungsanspruch der verlorenen Einsätze zuzusprechen, da diese ohne Rechtsgrund getätigt wurden. Wegen der Illegalität dieses Online-Glücksspiels ist der Vertrag zwischen Anbieter und Spieler nämlich nichtig. Dies berechtigt die Spielerinnen und Spieler dazu, ihr verlorenes Geld zurückzufordern.
Weder eine im Ausland erworbene Glücksspiel-Lizenz, noch die gängige Duldung illegaler Online-Casinos durch die Behörden können die Betreiber in einem solchen Fall rechtfertigen. 
Die Auffassung, dass das deutschlandweite Verbot nach dem Unionsrecht gegen die Niederlassungsfreiheit für Unternehmen verstoße, wird von den Gerichten abgestritten.

Quellen

Rechtsanwalt-Kaufmann - KFZ-Leasingvertrag-kostenlos-Widerrufen
03
Apr

Widerruf Leasingvertrag: Was Sie wissen sollten

Rechtsanwalt Kaufmann - Widerruf von KFZ Leasingvertrag
Photo by Sourav Mishra from Pexels

Wie man Leasingfahrzeuge kostenlos nutzt – Dank Widerruf

Widerruf Leasingvertrag? Früher galten Kreditverträge der deutschen Autobanken als handfest und stichhaltig. Mittlerweile kann man jedoch feststellen, dass die einzelnen Autobanken, wie diejenigen für die Marken VW, Audi, Seat und Skoda, ihre Vertragspartner größtenteils nicht ordnungsgemäß über das Widerrufsrecht belehren. Dies hat für die Verträge, die ab Mitte des Jahres 2014 abgeschlossen wurden, eine besonders große Bedeutung. Diese können nämlich bei einer fehlerhaften Belehrung in Bezug auf das Widerrufsrecht ohne zeitliche Beschränkung rückabgewickelt werden. Genau aus diesem Grund ist es wichtig, Autokredit- und Leasingverträge von qualifizierten Anwälten prüfen zu lassen und gegen die Banken rechtlich vorzugehen.

Anwendungsbereich des Widerrufsrechts für Leasingverträge

Die Finanzierung von Fahrzeugen in Form des Leasings ist auch bei Privatpersonen sehr beliebt. Hierbei schließt der Verbraucher den Vertrag mit einer Autobank, einem Konzern, einem Kreditinstitut oder einer Leasinggesellschaft. Aus einer fehlerhaften Widerrufsbelehrung ergibt sich für den Leasingnehmer das Recht, den Vertrag, trotz Ablauf der gesetzlichen Widerrufsfrist von 14 Tagen, zu widerrufen. Dies wird als ewiges Widerrufsrecht bezeichnet. Beim Widerruf bedarf es im Gegensatz zum Rücktritt keiner Begründung. Die Pflicht der Widerrufsbelehrung wird unter anderem dann verletzt, wenn Angaben, die das Gesetz verpflichtend vorschreibt, fehlen oder die Informationen über den Widerspruch wider­sprüchlich oder falsch formuliert sind.

Die fehlerhafte Widerrufsbelehrung kann von Juristen problemlos erkannt werden. Zudem ist die Rechtsprechung in Bezug auf das ewige Widerrufsrecht äußerst verbraucherfreundlich, sodass es in den meisten Fällen erfolgreich zu einer Rückabwicklung des Vertrags kommen kann.

Anders verhält es sich jedoch bei gewerblichen Leasingverträgen. Hier ist der Widerruf nur mit wenigen Ausnahmen möglich.

Vorteile des Widerrufs des KFZ Leasingvertrags

Der Widerruf eines solchen Leasingvertrags kann für den Verbraucher sehr vorteilhaft sein. Hat der Verbraucher den Leasingvertrag erfolgreich widerrufen, so muss er das geleaste Fahrzeug zurückgeben. Im Gegenzug wird der Leasinggeber jedoch dazu verpflichtet, die Anzahlung sowie alle bisher geleisteten Leasingraten zurückzuerstatten. Häufig kommt es sogar dazu, dass der Leasingnehmer das Fahrzeug so gut wie umsonst genutzt hat. Dies ist nämlich dann der Fall, wenn der Betroffene die volle Erstattung erhält und den Wert­verlust beziehungsweise die zurückgelegten Kilo­meter nicht begleichen muss.

Vorgang des Widerrufs des Leasingvertrags

Auch wenn man im Internet viel über den Vorgang des Widerrufs eines Leasingvertrags findet und den Vertrag somit theoretisch eigenständig widerrufen kann, ist es empfehlenswert nicht ohne anwaltliche Unterstützung vorzugehen. Solch eine professionelle Unterstützung kann in vielerlei Hinsicht hilfreich sein.

Zum einen bestimmen Kleinigkeiten, wie die Schriftgröße oder Formulierung der Widerrufsbelehrung, über die Zulässigkeit des Widerrufs. Ob diese Kleinigkeiten reichen, können häufig nur Juristen ohne Zweifel einschätzen. Des Weiteren kommt es oftmals vor, dass Leasinggeber selbst berechtigte Rückabwicklungsansprüche zurückweisen, wenn Leasingnehmer sie ohne die Hilfe eines qualifizierten Anwalts fordern. Letztlich muss die Gegenseite Ihnen die Kosten erstatten, wenn ein Rechtsanwalt Ihr Widerrufsrecht gerichtlich erfolgreich durchsetzt.

Suchen Sie Hilfe beim Widerruf eines Leasingvertrags für KFZ?

Auch Sie sollten in so einem Fall die Expertise unserer qualifizierten Rechtsanwälte Herrn Kaufmann und Herrn Kranzkowski nutzen. Diese können zahlreiche Fehler der Widerspruchsbelehrung feststellen und zusammen mit Ihnen nach der bestmöglichen Lösung suchen. Rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns eine Nachricht. Wir stehen Ihnen gerne zur Seite.


Wann gilt das ewige Widerrufsrecht für SIXT und wer kann davon Gebrauch machen?


Die Finanzierung von Fahrzeugen in Form des Leasingvertrags ist auch bei Privatpersonen sehr beliebt. Hierbei schließt der Verbraucher den Vertrag mit einer Autobank, einem Konzern, einem Kreditinstitut oder einer Leasinggesellschaft. Aus einer fehlerhaften Widerrufsbelehrung ergibt sich für den Leasingnehmer das Recht, den Vertrag, trotz Ablauf der gesetzlichen Widerrufsfrist von 14 Tagen, zu widerrufen. Dies wird als ewiges Widerrufsrecht bezeichnet. Beim Widerruf bedarf es im Gegensatz zum Rücktritt keiner Begründung. Die Pflicht der Widerrufsbelehrung wird unter anderem dann verletzt, wenn Angaben, die das Gesetz verpflichtend vorschreibt, fehlen oder die Informationen über den Widerspruch wider­sprüchlich oder falsch formuliert sind.
Die fehlerhafte Widerrufsbelehrung kann von Juristen problemlos erkannt werden. Zudem ist die Rechtsprechung in Bezug auf das ewige Widerrufsrecht äußerst verbraucherfreundlich, sodass es in den meisten Fällen erfolgreich zu einer Rückabwicklung des Vertrags kommen kann.
Anders verhält es sich jedoch bei gewerblichen Leasingverträgen. Hier ist der Widerruf nur mit wenigen Ausnahmen möglich.

Welche Vorteile bringt der Widerruf eines KFZ Leasingvertrags?

Der Widerruf eines solchen Leasingvertrages kann für den Verbraucher sehr vorteilhaft sein. Hat der Verbraucher den Leasingvertrag erfolgreich widerrufen, so muss er das geleaste Fahrzeug zurückgeben. Im Gegenzug wird der Leasinggeber jedoch dazu verpflichtet, die Anzahlung sowie alle bisher geleisteten Leasingraten zurückzuerstatten. Häufig kommt es sogar dazu, dass der Leasingnehmer das Fahrzeug so gut wie umsonst genutzt hat. Dies ist nämlich dann der Fall, wenn der Betroffene die volle Erstattung erhält und den Wert­verlust beziehungsweise die zurückgelegten Kilo­meter nicht begleichen muss. 

Wie widerrufe ich meinen Leasingvertrag?


Auch wenn man im Internet viel über den Vorgang des Widerrufs von Leasingverträgen findet und den Vertrag somit theoretisch eigenständig widerrufen kann, ist es ratsam nicht ohne anwaltliche Unterstützung vorzugehen. Solch eine professionelle Unterstützung kann in vielerlei Hinsicht hilfreich sein.
Zum einen bestimmen Kleinigkeiten, wie die Schriftgröße oder Formulierung der Widerrufsbelehrung, über die Zulässigkeit des Widerrufs. Ob diese Kleinigkeiten reichen, können häufig nur Juristen einschätzen. Des Weiteren kommt es häufig vor, dass Leasinggeber selbst berechtigte Rückabwicklungsansprüche zurückweisen, wenn Leasingnehmer sie ohne die Hilfe eines qualifizierten Anwalts fordern. Letztlich muss die Gegenseite Ihnen die Kosten erstatten, wenn ein Rechtsanwalt Ihr Widerrufsrecht gerichtlich erfolgreich durchsetzt.

Rechtsanwalt-Kaufmann-Online-Banking-Betrug-Haftung
30
Mrz

Online-Banking-Account gehackt – wer haftet bei Schäden?

Online Banking Betrugswelle - Wer haftet für den Schaden?
Anete Lusina von Pexels

Betrugswelle im Online-Banking

Durch das Online-Banking können Sie Ihre täglichen Bankgeschäfte einfach, flexibel und bequem erledigen. Leider ist das Ganze nicht immer so sicher, wie es scheint. Immer häufiger kommt es dazu, dass die jeweiligen Systeme kompromittiert und somit die dort gespeicherten Daten manipuliert werden. Doch wer haftet für die Schäden, die durch eine solche Manipulation der Daten entstehen?

Was ist vorgefallen beim Online Banking Betrug?

Aktuell wird vermehrt vor einer Betrugswelle im Online-Banking gewarnt. Im Februar des Jahres 2021 vertrat Herr Rechtsanwalt Kaufmann einen Mandanten der ebenfalls Opfer dieser Betrugswelle wurde. Dieser wollte sich in seinem Online-Banking-Account anmelden, um anschließend zwei Überweisungen in Auftrag zu geben. Obwohl er diesen Vorgang wie gewohnt durchgeführt hat, erschien ihm weder eine Überweisungsbestätigung, noch eine Fehlermeldung. Die beiden Wiederholungsversuche am Folgetag führten ebenfalls nicht zum Erfolg. Nachdem der Mandant auf Anforderung eines im Stil der Webseite gehaltenen Fensters eine Demo-Überweisung ausgeführt hatte, wurde er darüber informiert, dass eine Überweisung eines sehr hohen Geldbetrags an ein ihm unbekanntes Konto erfolgt sei. Dabei sei sich der Mandant sicher, eine solche nie vorgenommen zu haben.

Was haben die Parteien gegeneinander einzuwenden?

Obwohl der Mandant die Vornahme der Überweisung abgestritten hat, wurde ihm mitgeteilt, dass eine Rückführung der Überweisung nicht möglich sei. In solchen Fällen haben die Banken oftmals einiges gegen einen Schadensersatzanspruch des Mandanten einzuwenden. Sie unterstellen dem Verbraucher beispielsweise eine grobe Fahrlässigkeit und halten ihm vor, den Computer nicht ausreichend gesichert zu haben. Zwar sind dies berechtigte Gründe, die gegen die Haftung der Banken sprechen könnten, dennoch haben auch sie für die Sicherheit im Online-Banking zu sorgen.

Lösung des Problems: Wer haftet für Schäden?

Da es sich bei einem solchen Verhältnis zwischen der Bank und dem Verbraucher um einen Zahlungsdiensterahmenvertrag handelt, ist die Bank zu einer Rückerstattung des Betrags verpflichtet, wenn der Verbraucher die Zahlung nicht autorisiert hat. Des Weiteren hat der Mandant einen Anspruch auf Schadensersatz, wenn die Online-Banking-Systeme der Bank kompromittiert waren. Dabei trägt die Bank sowohl für die Autorisierung als auch für die Feststellung des kompromittierten Systems die Beweislast. Um den Einwänden der Bank standzuhalten, ist es empfehlenswert, diesen nicht ohne anwaltlichen Beistand gegenübertreten. Beauftragen Sie einen Anwalt mit der rechtlichen Vertretung, so kann dieser dafür sorgen, dass Sie den Betrag in Form eines Schadensersatzes zurückerstattet bekommen.

Link zur Entscheidung des LG Nürnberg-Fürth über einen ähnlichen Fall: https://www.juris.de/jportal/portal/page/homerl.psml?nid=jnachr-JUNA210300873&wt_mc=pushservice&cmsuri=%2Fjuris%2Fde%2Fnachrichten%2Fzeigenachricht.jsp

Suchen Sie Hilfe bei einem solchen Betrug?

Falls Sie ebenfalls von der Betrugswelle im Online-Banking betroffen sein sollten und sich fragen, wie Sie nun weiter vorgehen sollen, steht Ihnen Herr Rechtsanwalt Kaufmann mit seiner jahrelangen Expertise im Bank- und Kapitalmarktrecht für eine Beratung und auch die Eröffnung des Rechtsweges zur Seite. Nehmen Sie Kontakt zu uns auf, wir helfen Ihnen gerne weiter.


Welche Gefahren bringt das Online-Banking?

Aktuell wird vermehrt vor einer Betrugswelle im Online-Banking gewarnt. Hierunter fallen beispielsweise Fälle, in denen die Verbraucher dazu aufgefordert werden Demo-Überweisungen auszuführen. Dem Betrüger gelingt es damit, die Konten zu hacken und die Betroffenen überweisen unbewusst hohe Geldsummen an ein unbekanntes Konto. Durch mangelnde Sicherheit beim Online-Banking, droht dem Verbraucher also die Gefahr hohe Geldbeträge zu verlieren. In bestimmten Fällen ist die Bank jedoch dazu verpflichtet, für die entstandenen Schäden zu haften..

Was haben die Parteien gegeneinander einzuwenden?

Eine Rückführung der Überweisung sei in den meisten Fällen nicht möglich. In solchen Fällen haben die Banken auch oftmals einiges gegen einen Schadensersatzanspruch des Verbrauchers einzuwenden. Sie unterstellen dem Verbraucher beispielsweise eine grobe Fahrlässigkeit und halten ihm vor, den Computer nicht ausreichend gesichert zu haben. Zwar sind dies berechtigte Gründe, die gegen die Haftung der Banken sprechen könnten. Dennoch haben auch sie für die Sicherheit im Online-Banking zu sorgen.

Wie ist das Online Banking Fraud Problem zu lösen?

Da es sich bei einem solchen Verhältnis zwischen der Bank und dem Verbraucher um einen Zahlungsdiensterahmenvertrag handelt, ist die Bank zu einer Rückerstattung des Betrags verpflichtet, wenn der Verbraucher die Zahlung nicht autorisiert hat. Des Weiteren hat der Verbraucher einen Anspruch auf Schadensersatz, wenn die Online-Banking-Systeme der Bank kompromittiert waren. Dabei trägt die Bank sowohl für die Autorisierung als auch für die Feststellung des kompromittierten Systems die Beweislast. Um den Einwänden der Bank standzuhalten, ist es empfehlenswert, diesen nicht ohne anwaltlichen Beistand gegenübertreten. Beauftragen Sie einen Anwalt mit der rechtlichen Vertretung, so kann dieser dafür sorgen, dass Sie den Betrag in Form eines Schadensersatzes zurückerstattet bekommen.

Quellen

Bank-und-Kapitalmarktrecht-Rechtsanwalt-Kaufmann-Verden
27
Okt

Schadensersatz gegen die Bank bei Betrug im Online-Banking

In einem Prozess vor dem Amtsgericht Osterholz-Scharmbeck vertrat Herr Rechtsanwalt Kaufmann einen Verbraucher. Dieser war Opfer eines Betruges beim Online-Banking geworden. Als er sich in das Online-Banking-Portal seiner Hausbank einloggte, wurde er um die Erneuerung seiner Sicherheitsinformationen gebeten. Hierzu soll er eine TAN eingeben, die er durch klicken auf eine gesonderte Schaltfläche per SMS erhalten würde. Der Verbraucher klickte auf die Schaltfläche, erhielt die TAN und gab diese ein. Als er anschließend seien Kontostatus einsah, stellte er fest, dass er angeblich durch die TAN-Eingabe 2.100 € überweisen habe

Er wandte sich deshalb an Herrn Rechtsanwalt. Dieser Kaufmann forderte von der Bank für den Schadensersatz wegen nicht autorisierter Zahlung. Er machte geltend, dass das Portal bzw. die TAN-Eingabe durch einen Dritten manipuliert worden sei. Dies habe der Verbraucher nicht erkennen können. Hiergegen wandte sich die Bank. Sie bestätigte zwar die Manipulation, warf dem Verbraucher aber grobe Fahrlässigkeit vor. Er hätte erkennen müssen, dass der Vorgang der TAN Eingabe manipuliert war. Ferner habe er sein Computer nicht ausreichend gesichert. Die Bank müsse daher nicht haften.

Die Bank war im Prozess nicht in der Lage ihre Auffassung zu untermauern oder zu beweisen. Das Gericht folgte letztlich Herrn Rechtsanwalts Kaufmanns Ansicht. Er gewann den Prozess.

Sind Sie auch Opfer von betrügerischen Zahlungsvorgängen geworden? Herr Rechtsanwalt Kaufmann steht Ihnen als ausgewiesener Fachmann auf dem Gebiet des Bank- und Kapitalmarktrechts in solchen Fällen gerne unter den unten angegeben Kontaktdaten mit Rat und Tat zur Seite.

Adresse: Rechtsanwalt Kaufmann, Heilbronnstr. 2, 28832 Achim

Telefon: 04202 / 6 38 37 – 0

E-Mail: info@rechtsanwaltkaufmann.de

Bank-und-Kapitalmarktrecht-Rechtsanwalt-Kaufmann-Verden
15
Sep

Kann der Bitcoin als Geld angesehen werden?

Zurzeit zerbricht sich die ganze online-welt um genau diese Frage den Kopf. Können Kryptowährungen als Währung angesehen werden? Darunter ist der Bitcoin wohl die bekannteste aller Kryptowährungen. Er beruht auf die Blockchain-Technologie und wird als online Zahlungssystem angesehen. Jedoch unterliegt er keiner Bank oder anderen Zahlungsaufsicht was die Frage, ob der Bitcoin als Währung angesehen werden kann deutlich erschwert.

Hierfür sollte zuerst einmal geklärt werden was Geld überhaupt ist. Grundsätzlich wird Geld in Münzen und Banknoten berechnet, diese werden als Sachen angesehen und gilt als Tausch- und Zahlungsmittel, welches auch als Maßstab und Recheneinheit genutzt wird. Der Bitcoin müsste folglich als Sache gelten und banklich reguliert werden, um als Geld angesehen zu werden. Um eine Sache sein zu können müsste der Bitcoin durch einen Vertrag oder sonstiges von einer Person auf die andere übertragbar sein. Das ist natürlich möglich. Problematisch wird jedoch die Regulierung durch eine Bank. Hierbei wurde der Kryptowährung allerdings von der Rechtsprechung ein Sonderstatus zugeschrieben, was zur Folge hat das es keiner Regulierung benötigt. Diese Entscheidung kommt wohl auch durch die große Bedeutung der online-Währung in der heutigen Zeit zustande. Demnach handelt es sich beim Bitcoin um Geld.

Sie möchten sich näher zum Bitcoin oder einer anderen Kryptowährung informieren oder stehen vor einem rechtlichen Hindernis, so steht Ihnen Herr Rechtsanwalt Hermann Kaufmann für die Beratung zur Seite und kann Ihnen den Rechtsweg eröffnen.

Wirtschaftsstrafrecht-Rechtsanwalt-Kaufmann
09
Sep

Was hat Geldwäsche mit Kryptowährung zu tun?

Kriminelle suchen immer einen Weg, um Ihr Geld noch einfacher zu waschen und somit ihr illegales Geld in legales Geld zu verwandeln. Dieser Prozess könnte nun durch die Kryptowährungen deutlich vereinfacht werden.

 

Aber was ist Kryptowährung überhaupt und wieso wird das Geldwaschen dadurch so vereinfacht? Kryptowährungen sind Währungen die online generiert werden. Der Bitcoin ist dabei wohl die bekannteste und sie beruht auf der Blockchain-Technologie. Dieses zu erklären wäre nun ein bisschen weitreichend. Aber um es vereinfacht darzustellen, man erzeugt es durch Trading- und Miningprogramme. Was macht Kryptowährung nun so attraktiv für Geldwäscher? Transaktionen von Geldmitteln werden auf pseudonymer-Basis getätigt, somit wird mit Geld gehandelt, welches gar nicht wirklich existiert. Zudem gibt es auch noch Programme, wie zum Beispiel den Tumbler-Dienst, die die Herkunft der Kryptowährung verschleiern. Man besitzt also eine Währung im Internet bei der nicht nachzuvollziehen ist woher sie kommt. Leider ist die Gesetzeslage in Bezug auf die Kryptowährung noch nicht genug ausgereift. Was kann nun der normale Benutzer von Kryptowährung tun, um nicht der Geldwäsche beschuldigt zu werden? Vermeiden Sie unseriöse Plattformen, die meist benutzten sind, zum Beispiel Libertex, Etoro, Roboforex und BDSwiss. Hinzu kommt, dass Sie Transaktionen genauestens dokumentieren sollten, um, wenn es zu einer Beschuldigung kommt, auf der sicheren Seite zu sein.

 

Sie wurden der Geldwäsche beschuldigt oder haben sonstige Probleme mit Kryptowährung und möchten Ihre Möglichkeiten, wie Sie dagegen vorgehen können, aufgezeigt bekommen,

so steht Ihnen Herr Rechtsanwalt Hermann Kaufmann für die Beratung zur Seite und kann Ihnen den Rechtsweg eröffnen.

Bank-und-Kapitalmarktrecht-Rechtsanwalt-Kaufmann-Verden
20
Mai

Banken und Sparkassen kündigen langjährige Sparverträge

Wenn die Gewinne der Banken durch niedrige Zinsen schrumpfen, bekommt das auch der Kunde zu spüren.

Das erfahren gerade ganz besonders die Kunden und Inhaber von langjährigen Sparverträgen. Einst als lukrative Form der Anlage gepriesen, werden solche Sparverträge aufgrund der für Kunden günstigen Zinsen und/oder Prämien zunehmend zur Belastung für die Finanzinstitute.

So kündigen Banken und Sparkassen derzeit massenweise solche Altverträge. Gestützt wird dieses Vorgehen durch die Entscheidung des BGH vom 14.05.2019. Allerdings stellt der BGH auch heraus, dass nicht zwangsläufig alle langjährigen Verträge wirksam gekündigt werden können. Es kommt demnach in jedem Fall darauf an, ob z.B. eine Mindestlaufzeit vereinbart wurde und ob diese erreicht ist. Weiter kommt es darauf an, ob eine maximale Prämie erreicht und gezahlt wurde.

Wenn Ihr langjähriger Sparvertrag durch Ihre Bank/Sparkasse gekündigt wurde, empfiehlt sich in jedem Fall eine fachanwaltliche Überprüfung.

Bank-und-Kapitalmarktrecht-Rechtsanwalt-Kaufmann-Verden
13
Feb

So können sie sich von der Restschuldversicherung lösen

Seit vielen Jahren verkaufen Banken neben Raten Krediten ihren Kunden auch gleichzeitig noch Restschuldversicherungen. Diese Versicherungen springen ein, wenn Arbeitslosigkeit, Krankheit oder der Tod eintritt. An sich ist die Idee durchaus lobenswert, aber diese Versicherungen sind oftmals nicht notwendig und blähen die Kosten Ihres Kredites in der Regel nur unnötig auf. Denn profitieren werden im Zweifelsfall nicht Sie, sondern nur die Banken oder Sparkassen. Diese bekommen durch die ausgezahlte Provision des Versicherers nämlich eine zweite Einnahmequell in Form einer monatlichen Provision die Sie zahlen. Für Sie als Kunde Fallen so zu den Zinsen auch noch die Versicherungsprämien und die Provisionen der Bank an. Im Ergebnis wird so aus einem 10.000 Euro Kredit schnell ein Betrag von 24.000 Euro, der von Ihnen zurückgezahlt werden muss.

Diese Kosten werden sehr schnell übersehen, da sie nicht mit im zu zahlenden Gesamtbetrag des Darlehensvertrages aufgeführt sind und auch nicht mit im effektiven Jahreszins einberechnet sind. Hierdurch würde Ihnen im Ergebnis deutlichen werden, dass das Darlehen nicht mehr vier oder fünf Prozent pro Jahr kostet, sondern zehn Prozent und mehr. Dass Sie als Kunden die Versicherung dennoch abschlossen, liegt sowohl an Überzeugungskraft der Finanzberater als auch am Anschein, es würde den Kredit nicht ohne die Versicherung geben oder das dadurch bessere Konditionen entstehen. Diese Annahme ist leider falsch. Besonders verwerflich ist, dass einzelnen Kreditinstituten und Filialen mit gezielten Vertriebsstrategien Ihre Kunden zum Abschluss einer Restschuldversicherungen verleiten.

Von wesentlicher Bedeutung ist aber, dass ein Verbraucher eine Woche nach Vertragsschluss noch einmal über sein Widerrufsrecht aufgeklärt werden muss. Diese Belehrungsschreiben von Banken und Sparkassen entsprechen allerdings eher einem werblichen Willkommensschreiben für den Kunden anstatt einer sachlichen Aufklärung über das Widerrufsrecht, wenden Verbraucherschützer ein. Auch sind diese Widerrufsbelehrungen von Banken und Sparkassen in der Regel fehlerhaft, wodurch der Kredit ohne Zinszahlung und ohne Restschuldversicherungszahlung zurückbezahlt werden kann. Hierdurch sparen sie in der Regel mehrere Tausend Euro an Restschuldbefreiungen und Zinsen!

Wenn Sie eine Restschuldversicherung für Ihren Kredit abgeschlossen haben sollten Sie daher unbedingt in Erwägung ziehen sich von dieser zu lösen. In diesen Fällen steht Ihn Herr Rechtsanwalt Kaufmann als Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht mit seinem Fachwissen zur Seite und steht Ihnen für die Beratung und die Geltendmachung Anspruches zur Seite. Rufen Sie uns daher an oder schreiben Sie uns eine E-Mail, wir helfen Ihnen gerne weiter.

Bank-und-Kapitalmarktrecht-Rechtsanwalt-Kaufmann-Verden
20
Nov

Missbrauch von Video-Ident-Verfahren – wer haftet gegen wen?

Mittlerweile bieten viele Kreditinstitute zur Identifizierung der Kunden bei unter anderem Kontoeröffnungen ein „Video-Ident-Verfahren“ an. Bei dem „Video-Ident-Verfahren“ können sich die Kunden über einen Videoanrufen gegenüber dem Kreditinstitut identifizieren. Innerhalb dieses Videotelefonats mit Hilfe von Programmen oder Apps muss der Kunde zur Identitätsprüfung einen gültigen Personalausweis oder Reisepass in die Kamera halten und Fragen zu seiner Person beantworten. Der Weg des Kunden zur Filiale oder das umständliche „Post-Ident-Verfahren“ bleibt den Kunden dadurch erspart und erspart viel Aufwand.

Internetbetrüger nutzen das elektronische Verfahren zur Kontoeröffnung oder Auftragsdurchführung für sich aus. So werden Personen unter falschen Vorwänden dazu gebracht ihre persönlichen Daten preiszugeben und an einem „Video-Ident-Verfahren“ teilzunehmen. Die unter dem Namen der Opfer eröffneten Konten und durchgeführten Transaktionen verwenden die Betrüger dann für kriminelle Zwecke wie z.B. für den Betrieb von unechten Onlineshops.

Es gibt viele Warnsignalen, die darauf deuten, dass eine Betrugsmasche vorliegt. So wie zum Beispiel:

  • Nutzung von Bewerbungsverfahren auf Onlineplattformen ohne die Möglichkeit eines persönlichen Kontaktes.
  • Teilnahme an einem Video-Ident-Verfahren zur Kontoeröffnung zur Identifikation für ein Jobangebot zu identifizieren.
  • Aufforderung zum Test eines Video-Ident-Verfahrens und so Aufforderung zur scheinbar fiktiven Kontoeröffnung für sich selbst

Wenn Sie meinen auf eine derartige betrügerische Masche hereingefallen zu sein, sollten Sie schnellstmöglich Anzeige bei der Polizei oder Staatsanwaltschaft erstatten. Daneben sollten Sie den Betrug bei Ihrer Bank unverzüglich melden und das Konto sperren lassen. Zahlungen, die auf diese Weise scheinbar von Ihnen getätigt wurden, wodurch zum Beispiel Dispo-Kredite aufgenommen wurden, lassen sich über den Weg der unautorisierten Zahlungen von der Bank auf das Konto zurückerstatten und können so rückabgewickelt werden.

Lassen sie daher unbedingt auf dem Wege der unautorisierten Zahlungen von der Bank prüfen, welche Möglichkeiten in Betracht kommen und informieren Sie sich über eben diese. Machen Sie Ihre Ansprüche auf Rückzahlung der Überweisungen von der Bank geltend. Wir stehen Ihnen als Fachanwaltskanzlei mit Rat und Tat zur Seite. Sie können uns gerne eine Nachricht schreiben oder und unter unserer Telefonnummer erreichen.

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