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Wirtschaftsstrafrecht
Kryptowährung gestohlen: Poly Network Hack erklärt
22
Sep

Kryptowährung gestohlen: Poly Network Hack erklärt

Kryptowährung gestohlen: Poly Network Hack erklärt
Foto von Tima Miroshnichenko von Pexels

600 Millionen in Kryptowährungen: Poly Network Hack

Erst kürzlich hatte ein Hacker, der als “Mr. White Hat” bezeichnet wird, die Plattform Poly Network gehackt und Kryptowährungen im Wert von über 600 Millionen USD gestohlen. Das Ganze geschah nach eigenen Angaben des Mr. White Hat nur, um auf Sicherheitslücken aufmerksam zu machen. Das Geld hat er wieder zurückgezahlt.

Wie konnte der Poly Network Hack geschehen?

Poly Network ist ein Gemeinschaftsprojekt, das letztes Jahr von Ontology, Neo und Switcheo ins Leben gerufen wurde. Ziel dabei ist es, ein Chain-übergreifendes Ökosystem aufzubauen, in welchem Nutzer des Protokolls Token über verschiedene Blockchains hinweg tauschen können – ein Interoperabilitätsnetzwerk (ION). 

Der Hacker konnte die Sicherheitsvorkehrungen der Website umgehen und die Einlagen von Zehntausenden Kundinnen und Kunden auf von ihm geleitete Nodes umschreiben. Er konnte sich selbst die Rechte an den Vermögenswerten übertragen und somit über diese verfügen. Diese Sicherheitslücke hatten die Betreiber von Poly Network übersehen.

Wie wurden rund 510 Millionen Euro an Kryptowährung wurde gestohlen?

Die Betreiber von Poly Network berichten, dass 273 Millionen USD von Ethereum, 85 Millionen USD aus dem Polygon Netzwerk und 253 Millionen USD von der Binance Smart Chain gestohlen wurden.

Das Team vom Poly Network konnte drei Wallet-Adressen identifizieren, auf die die gestohlenen Kryptowährungen übertragen wurden. Danach haben die Betreiber die Miner der Blockchains und Börsen dazu aufgefordert, alle Token von den genannten Adressen auf eine Blacklist zu setzen.

Obwohl der Hacker viele Hunderte Millionen Dollar stehlen konnte, haben nicht alle Transaktionen funktioniert. 33 Millionen USD an Tether wurden eingefroren. 

Das Poly Network Team hatte via Twitter den Hacker aufgefordert, mit ihnen zusammenzuarbeiten, um das Geld wieder zurückzuzahlen, ansonsten würden weltweit Strafverfolgungsbehörden nach ihm suchen. Daraufhin zahlte er nach und nach das Geld an das kettenübergreifende DeFi-Protokoll (DeFi = dezentralisierte Finanzen) zurück. Mr. White Hat behauptete, dass es ihm nicht um das Geld ging. Er wollte Poly Network und allen, die ihr Geld dort anlegen, lediglich die Sicherheitslücken aufzeigen. Er lehnte daraufhin sogar Geld von Poly Network ab. 

Der größte Hack in der Geschichte der DeFi ist noch mal gut ausgegangen.

Kryptowährungen sichern, um einem Hack vorzubeugen

Der jüngste Hack hat bewiesen, wie anfällig aufkommende Crosschain-Protokolle für Cyberangriffe sind und wie vorsichtig man im Kryptoökosystem sein muss.

Wenn Sie sich besser absichern möchten, sollten Sie den Großteil Ihrer Kryptowährung auf einem privaten Ledger, also einem Code Storage aufbewahren.

Sind Sie von einem Kryptowährungshack betroffen?

Falls Sie Opfer eines Hacks geworden sind, dann setzen Sie sich schnellstmöglich mit den Betreibern der Plattform in Verbindung und kontaktieren Sie einen Anwalt. 

Herr Rechtsanwalt Kaufmann kann Ihnen helfen, den Rechtsweg zu bestreiten und Sie anwaltlich zu beraten und zu vertreten. Nehmen Sie Kontakt zu uns auf und wir helfen Ihnen, Ihre Schadensersatzansprüche durchzusetzen!


Was ist das Poly Network?


Poly Network ist ein Gemeinschaftsprojekt, das letztes Jahr von Ontology, Neo und Switcheo ins Leben gerufen wurde. Ziel dabei ist es, ein Chain-übergreifendes Ökosystem aufzubauen, in welchem Nutzer des Protokolls Token über verschiedene Blockchains hinweg tauschen können – ein Interoperabilitätsnetzwerk (ION).

Was sind Blockchains?



Blockchain ähnelt der normalen Buchführung, nur ist sie auf Anonymität und eben auf Kryptowährungen ausgelegt. Eine Blockchain ist eine verkettete Folge von Datenblöcken, die kontinuierlich weitergeführt wird. Die einzelnen Blöcke enthalten einen kryptografisch sicheren Hash (Streuwert) des vorhergehenden Blocks, Transaktionsdaten und einen Zeitstempel. Die Transaktionen bauen aufeinander auf und werden nach dem Konsensprinzip erstellt.

Wie wurde das Poly Network gehackt?


Erst kürzlich hatte ein Hacker, der als “Mr. White Hat” bezeichnet wird, die Plattform Poly Network gehackt und Kryptowährungen im Wert von über 600 Millionen USD gestohlen. Das Ganze geschah nach eigenen Angaben des Mr. White Hat nur, um auf Sicherheitslücken aufmerksam zu machen. Das Geld hat er wieder zurückgezahlt. Der größte Hack in der Geschichte der Kryptowährungen hat in den letzten Wochen Aufsehen erregt, denn es wurden über 600 Millionen USD an Kryptowährung gestohlen. Was der Grund und die Vorgehensweise des Hackers sind und was Sie tun können, um sich besser zu schützen, erfahren Sie hier.

Quellen

Poly Network: Kryptowährungen im Wert von bis zu 600 Millionen Dollar gestohlen | ZEIT ONLINE

The Poly Network Hack explained : CryptoCurrency (reddit.com)

Angriff auf Poly Network: Krypto-Hacker zahlt wohl alles zurück | tagesschau.de

Poly Network-Hack deckt DeFi-Fehler auf, aber die Community kommt zur Rettung – DigiDeutsche

Bitcoin Betrug - So ticken die Betrüger - Rechtsanwalt Kaufmann
04
Sep

Die Masche der Betrüger in den Bitcoin Betrugsfällen – Sind Sie sicher?

Bitcoin Betrug - So ticken die Betrüger - Rechtsanwalt Kaufmann
Foto von Tima Miroshnichenko von Pexels

Bitcoin Trader Betrug – Die Masche der Betrüger

Promis werben angeblich für Kryptowährungen wie Bitcoin und locken die Opfer in eine Falle, die sie eine Menge Geld kostet.

Bitcoin Betrug durch falsche Logos und Schlagzeilen

Thomas Gottschalk, Günther Jauch und Dieter Bohlen werden als Aushängeschilder für den umstrittenen Handel mit Bitcoins benutzt, obwohl diese nie etwas mit Bitcoins zu tun hatten. Die Täter basteln sich aus verschiedenen Interviews und Fotos der Promis eine täuschend echte Werbeanzeige oder einen Facebook-Post zusammen, in welchem etwa Thomas Gottschalk eine Bitcoin-Handelsplattform bewirbt.

Klickt das Opfer auf die Anzeige, landet es auf einen pseudo-journalistischen Artikel, der wie ein Zeitungsbericht ausgestaltet ist und den Opfern erklärt, wie diese Promis angeblich durch die Investition in eine Bitcoin-Handelsplattform reich werden und wie man das ganz einfach von zu Hause aus selbst schafft.

Unter der Verwendung falscher, markenrechtlich geschützter Logos (z. B. ARD oder ZDF) sieht das Ganze nach einem seriösen Medium aus. In dem Artikel ist ein Link, der zur beworbenen Plattform – der Website der Betrüger – führt.

Konto-Aktivierung ist der Schlüssel zu den Bitcoin Betrugsfällen

Ist das Opfer erst mal auf der Website der Täter angekommen, kann es Geld investieren und für einen gewissen Betrag Bitcoins kaufen. Wurde das Geld überwiesen, bekommt das Opfer eine E-Mail mit der Bitte, sich einen Account anzulegen und zur Verifikation seinen Personalausweis einzusenden.

Dieses Vorgehen öffnet sämtliche Tore für den Datenmissbrauch. Üblicherweise ist das Konto dann nicht aktiviert, aber das Geld ist weg. Die angeblichen Broker rufen aus sämtlichen EU und Nicht-EU Ländern an, um die Opfer bei Laune zu halten und die Täuschung aufrechtzuerhalten. Bereits Tausende sind auf diese Masche hereingefallen.

So gefährlich ist der Bitcoin Betrug

Durch die hohe Anzahl an Prominenten, die für diesen Bitcoin Betrug benutzt werden, müssen die Täter ein riesengroßes Netzwerk weltweit aufgebaut haben. Die Plattformen, über die die Opfer das Geld investieren, sind teilweise mehrsprachig ausgestaltet und die Ermittlungsbehörden können dem Geld nicht mehr schnell genug folgen. Denn die Betreiber sitzen wahrscheinlich in irgendwelchen Steuerparadiesen in der Karibik.

Der Bitcoin Trader Betrug ist sehr gut organisiert, sodass den Opfern vorgespiegelt wird, dass ihre Kontostände stetig steigen. Auf diese Weise wird von den Opfern umso mehr investiert und sollte ein Opfer dann sein Geld zur Auszahlung fordern, verlangen die Betreiber der Plattformen zunächst hohe Steuern und Gebühren. Ebenfalls eine Masche, um noch mehr Geld einzusammeln.

Was Sie tun können, wenn Sie Opfer eines Bitcoin Betrugs wurden!

In einer Phase der Niedrigzinsen suchen viele Menschen nach rentablen Geldanlagemöglichkeiten für ihre Altersvorsorge. Achten Sie also darauf, dass Sie auf Plattformen handeln, die ein Impressum mit einer ladungsfähigen Adresse haben und suchen Sie diese Adresse auf Google Maps, um sicherzustellen, dass es diese Adresse auch gibt.

Ist es schon zu spät und Sie befürchten ein Opfer von Bitcoin Trader Betrug geworden zu sein, so kontaktieren Sie schnellstmöglich einen Anwalt und erstatten Sie Anzeige bei der Polizei.

Herr Rechtsanwalt Kaufmann steht Ihnen mit seiner jahrelangen Erfahrung im Wirtschaftsstrafrecht zur Seite und kann Ihnen helfen, den Rechtsweg zu bestreiten. Melden Sie sich bei uns, wir helfen Ihnen gerne weiter!


Wie funktioniert Bitcoin Betrug?

Die Opfer investieren Geld auf angeblichen Bitcoin-Handelsplattformen und kaufen Bitcoins. Möchten sich die Opfer dann ihr Geld auszahlen lassen, so verlangen die Betrüger hohe Gebühren und Steuern im Gegenzug. Aufrechnungen werden nicht zugelassen. Die Opfer zahlen viel und bekommen nichts.

Was kann man gegen Bitcoin Betrug unternehmen?


Im Vorfeld sollten Sie sich über die Finanzplattform informieren. Schauen Sie, ob Sie ein Impressum mit einer ladungsfähigen Adresse finden und überprüfen Sie mittels Google Maps, ob es diese Adresse irgendwo gibt. Haben Sie schon investiert, so sollten Sie mithilfe eines Anwalts bei der Polizei Anzeige erstatten und den Rechtsweg so schnell wie möglich bestreiten.

Was ist ein Bitcoin?


Bitcoin ist ein digitales Zahlungsmittel, eine sogenannte Kryptowährung, die aus Computercodes besteht. Das Wort Bitcoin besteht aus den Begriffen Bit (eine digitale Speichereinheit) und Coin (Münze auf englisch), bedeutet also “digitale Münze” und ist unabhängig von Staaten oder Banken. Entwickelt wurde Bitcoin im Jahr 2008 von Satoshi Nakamoto (ein Pseudonym).

Quellen

Abgasskandal-Wohnmobile-Diese Ansprüche stehen Ihnen zu? Rechtsanwalt Beratung
09
Aug

Abgasskandal Wohnmobile – Diese Ansprüche stehen Ihnen zu!

Foto von Kampus Production von Pexels

Wohnmobil-Abgasskandal: Fiat und Iveco

Nach dem Abgasskandal bei Pkw der Marken VW und Co. gibt es nun einen weiteren Abgasskandal bei Wohnmobilen der Marken Fiat und Iveco.

Versteckte Gebührenerhöhung in den allgemeinen GeschäftsbedingungeHintergrund zum Wohnmobil-Abgasskandal

Seit Sommer 2020 ist bekannt, dass viele Wohnmobile, wie unter anderem der Fiat Ducato, über illegale Abschalteinrichtungen verfügen. Während der Tests durch die Zulassungsbehörden aktivierten sich die Abschalteinrichtung automatisch, wodurch sich der Schadstoffausstoß der Wohnmobile im gesetzlichen Rahmen bewegte. Jedoch stießen diese bei normalem Gebrauch im Straßenverkehr bis zu 20-mal mehr Stickoxide aus, als zulässig ist.

Welche Marken sind vom Wohnmobil-Abgasskandal betroffen?

Betroffen von dem Wohnmobil Abgasskandal sind Fahrzeuge wie der Fiat Ducato mit Motoren der Abgasnorm 5 und 6 und einem Hubraum von 2,0 bis 3,0 Liter. Damit kann der Kreis der Wohnmobile auf Fahrzeuge mit dem Baujahr bzw. der Erstzulassung  2014 bis 2019 eingegrenzt werden. Zu beachten ist, dass diese Wohnmobile von Reisemobilanbietern wie Bürstner, Hymer, Carthago, Westfalia, Knaus, Pössl und Dethleffs als Basis verwendet und dann mit unterschiedlichen Ausstattungen und Varianten verkauft werden. Insofern sind nicht ausschließlich Fahrzeuge von Fiat- und Iveco-Händlern betroffen.

Welche Ansprüche stehen Betroffenen des Wohnmobil-Abgasskandals zu?

Betroffene des Wohnmobil-Abgasskandals können entscheiden, ob sie durch Rückgabe des Wohnmobils den Kaufpreis erstattet bekommen möchten oder ob sie Ausgleichszahlungen verlangen. Für bereits gefahrene Kilometer müssen sich Kläger jedoch eine Nutzungsentschädigung anrechnen lassen.

Sind Sie Besitzer eines Wohnmobiles der Marke Fiat oder IVECO?

Wenn Sie Besitzer eines der oben aufgeführten Wohnmobile sind, kann Herr Rechtsanwalt Kaufmann für Sie prüfen, ob Ihnen ein Anspruch auf Schadensersatz zusteht. Gegebenenfalls können wir Ihren Anspruch gerichtlich durchsetzen. Sie können uns dazu in unserer Kanzlei

unter der Nummer 04202 / 638370 erreichen.

Alternativ können Sie uns gerne eine Nachricht über unsere Homepage schreiben.


Was ist der Hintergrund zum Wohnmobil-Abgasskandal?


Wohnmobile u. a. von der Reihe Ducato der Marke Fiat haben einen höheren Schadstoffausstoß als gesetzlich erlaubt. Die Fahrzeuge hatten unerlaubte Abschalteinrichtungen, wonach bei Tests die Abgasreinigung heruntergefahren wurde, um für die Dauer eines Tests einen geringeren Schadstoffausstoß zu haben.

Welche Fahrzeuge sind vom Wohnmobil-Abgasskandal betroffen? Welche Motoren?

Betroffene Marken: VW, MB, Fiat, Iveco
Betroffene Händler: Pössl, Westfalia, Dethleffs, Hymer, Chausson, Pilote

Welche Ansprüche stehen Ihnen im Wohnmobil-Abgasskandal zu?

– Schadensersatz
– Kaufpreis und Auto zurückAusgleichszahlungen 
– beachte: Anrechnung der gefahrenen Kilometer

Quellen

Wie Banken Online Banking Sicherer machen können: Beispiel Binance Anti-Phishing -Rechtsanwalt-Kaufmann
01
Jul

Cybersecurity: So sorgen Banken für Sicherheit und Schutz vor Betrug im Online- und Telebanking

Foto von Rechtsanwalt Kaufmann

Was kann eine Bank tun, um Online- und Telebanking-Betrug vorzubeugen?

In der Zeit, in der Sie Ihre Bankgeschäfte erledigen, können Cyberkriminelle Ihre Daten ausspähen. Dies können Sie auch oftmals nicht verhindern. In einem solchen Fall ist es dann besonders wichtig, den Betrügern die Ausspähung dieser Daten zu erschweren und die Zahlungsvorgänge zureichend selbst zu autorisieren. Hierfür sind heutzutage mehrere Sicherheitsverfahren bekannt, die für den Betrüger ein Hindernis darstellen – und dabei bedeutet jedes zusätzliche Hindernis für Hacker mehr Schutz für Sie.

Sicherheit im Online-Banking durch Anti-Phishing-Code

Bei dem Anti-Phishing-Code handelt es sich um eine Sicherheitsfunktion, die viele Banken den Benutzern zur Verfügung stellen. Dieser ermöglicht dem Verbraucher eine zusätzliche Sicherheitsebene im Online-Banking Bereich hinzufügen. 

Sobald Sie den Anti-Phishing-Code aktiviert haben, wird er Ihnen in allen echten, von Ihrer Bank gesandten E-Mails aufgezeigt. Mithilfe dieses Codes ist es Ihnen möglich, die echten E-Mails von Phishing-E-Mails zu unterscheiden und somit die Phishing-Versuche zu verhindern.

Der Anti-Phishing-Code wird von Ihnen persönlich eingerichtet. Achten Sie darauf, dass dieser nicht zu einfach zu erraten ist, aber von Ihnen problemlos erkannt werden kann. Für eine zureichende Sicherheit im Online-Banking und den optimalen Schutz vor einem Online-Banking-Betrug wird empfohlen, den Code regelmäßig zu aktualisieren.

Sicherer im Online-Banking durch eine Zwei-Faktor-Authentifizierung

Neben dem Anti-Phishing-Code arbeiten die Banken mit einer Technologie, die sich Zwei-Faktor-Authentifizierung nennt und den neuesten Sicherheitsstandards entspricht. Die zweistufige Art der Authentifizierung bietet dem Verbraucher eine sichere Kontoführung im Bereich des Online-Bankings, da die Identität der einzelnen Nutzer erst bestätigt wird, wenn zwei voneinander unabhängige Merkmale vorliegen. Eine Information allein reicht häufig nicht mehr aus, um Ihre Daten zu sichern und Sie vor einem Online-Banking-Betrug zu schützen.

Beim Vorgang dieser Zwei-Faktor-Authentifizierung werden Sie zunächst dazu aufgefordert, Ihre Zugangsdaten aus Benutzerkennung und Passwort einzugeben. Anschließend wird eine TAN, ein zufällig generierter Code, abgefragt. Dies ist auf mehrere Arten möglich, wobei sich die meisten Nutzer für die sogenannte pushTAN auf Ihrem Smartphone entscheiden. Hierbei handelt es sich um den soeben genannten zweiten Faktor, der beweist, dass der Zugriff von Ihnen persönlich autorisiert wurde. Mithilfe der Zwei-Faktor-Authentifizierung scheitern die meisten Online-Betrugsmaschen, da die Hacker aufgrund des Fehlens der zweiten Komponente mit den geklauten Daten nichts anfangen können.

Mittlerweile ist es sogar möglich, die Authentifizierung mit einem dritten Faktor für eine noch größere Sicherheit durchzuführen. Hierzu kann, wie von der Binance Academy dargestellt, ein “E-Mail Verification Code” als drittes Element abgefragt werden.

Mehr Sicherheit durch die Telebanking-PIN

Zuletzt steht Ihnen noch die Möglichkeit der Telebanking-PIN offen. Darunter ist Ihr persönlicher 5-stelliger Code zu verstehen, der neben Ihrer Zugangsnummer abgefragt wird. Diese beiden erhalten Sie direkt bei der Kontoeröffnung. Die Telebanking-PIN wird dabei ausschließlich für den Zugang zur telefonischen Kontoführung verwendet und bietet Ihnen somit auch nur in dem Bereich Sicherheit und Schutz vor Betrug.

Sind Sie vom Online- oder Telebanking-Betrug betroffen?

Sie sind trotz der zahlreichen Sicherheitsmaßnahmen dennoch vom Online- oder Telebanking-Betrug betroffen und möchten wissen, welche Möglichkeiten Ihnen offenstehen? Falls dies der Fall sein sollte, steht Ihnen Herr Rechtsanwalt Kaufmann mit seiner jahrelangen Expertise im Bank- und Kapitalmarktrecht sowohl für eine Beratung als auch die Eröffnung des Rechtsweges zur Seite. Nehmen Sie Kontakt zu uns auf, wir helfen Ihnen gerne weiter.


Inwieweit bietet der Anti-Phishing-Code Sicherheit im Online-Banking?


Bei dem Anti-Phishing-Code handelt es sich um eine Sicherheitsfunktion, die viele Banken den Benutzern zur Verfügung stellen. Dieser ermöglicht dem Verbraucher eine zusätzliche Sicherheitsebene im Online-Banking Bereich hinzufügen. 
Sobald Sie den Anti-Phishing-Code aktiviert haben, wird er Ihnen in allen echten, von Ihrer Bank gesandten, E-Mails aufgezeigt. Mithilfe dieses Codes ist es Ihnen möglich, die echten E-Mails von Phishing-E-Mails zu unterscheiden und somit die Phishing-Versuche zu verhindern.
Der Anti-Phishing-Code wird von Ihnen persönlich eingerichtet. Achten Sie darauf, dass dieser nicht zu einfach zu erraten ist, aber von Ihnen problemlos erkannt werden kann. Für eine zureichende Sicherheit im Online-Banking und den optimalen Schutz vor einem Online-Banking Betrug wird empfohlen, den Code regelmäßig zu aktualisieren.

Wie kann die Zwei-Faktor-Authentifizierung das Online-Banking sicherer machen?

Neben dem Anti-Phishing-Code arbeiten viele Banken mit einer Technologie, die sich Zwei-Faktor-Authentifizierung nennt und den neuesten Sicherheitsstandards entspricht. Die zweistufige Art der Authentifizierung bietet dem Verbraucher eine sichere Kontoführung im Bereich des Online-Bankings, da die Identität der einzelnen Nutzer erst bestätigt wird, wenn zwei voneinander unabhängige Merkmale vorliegen. Eine Information allein reicht häufig nicht mehr aus, um Ihre Daten zu sichern und Sie vor einem Online-Banking Betrug zu schützen.
Beim Vorgang dieser Zwei-Faktor-Authentifizierung werden Sie zunächst dazu aufgefordert, Ihre Zugangsdaten aus Benutzerkennung und Passwort einzugeben. Anschließend wird eine TAN, ein zufällig generierter Code, abgefragt. Dies ist auf mehrere Arten möglich, wobei sich die meisten Nutzer für die so genannte pushTAN auf Ihrem Smartphone entscheiden. Hierbei handelt es sich um den soeben genannten zweiten Faktor, der beweist, dass der Zugriff von Ihnen persönlich autorisiert wurde. Mithilfe der Zwei-Faktor-Authentifizierung scheitern die meisten Online-Betrugsmaschen, da die Hacker aufgrund des Fehlens der zweiten Komponente mit den geklauten Daten nichts anfangen können.
Mittlerweile ist es sogar möglich, die Authentifizierung mit einem dritten Faktor für eine noch größere Sicherheit durchzuführen. Hierzu kann, wie von der Binance Academy dargestellt, ein “E-Mail Verification Code” als drittes Element abgefragt werden.

Wird auch im Telebanking zureichend Schutz geboten?

Hierbei steht Ihnen die Möglichkeit der Telebanking-PIN offen. Darunter ist Ihr persönlicher 5-stelliger Code zu verstehen, der neben Ihrer Zugangsnummer abgefragt wird. Diese beiden erhalten Sie direkt bei der Kontoeröffnung. Die Telebanking-PIN wird dabei ausschließlich für den Zugang zur telefonischen Kontoführung verwendet und bietet Ihnen somit auch nur in dem Bereich Sicherheit und Schutz vor Betrug.

Quellen

CEO-Fraud Betrug durch den Falschen Chef in einer phishing attacke - Anwalt
03
Mai

CEO-Fraud – Betrug durch den falschen Chef | Vorsicht Phishing Angriff

CEO-Fraud Betrug durch den Falschen Chef in einer phishing attacke - Anwalt
Photo by Sora Shimazaki from Pexels

CEO-Fraud – betrogen durch einen falschen Chef

Zunehmend verschaffen sich Cyberkriminelle mit dem CEO-Fraud rechtswidrig große Mengen an Geld. Da sich die Betrüger auf unterschiedliche Weisen, wie zum Beispiel mithilfe einer Phishing-Attacke, helfen lassen, ist der Betrug immer schwerer zu erkennen. Für den Betrogenen beziehungsweise die Betrogene stellt sich nun die Frage, ob er/sie Schadensersatzansprüche hat, diese Verluste hinnehmen muss oder sogar dafür einstehen muss.

Definition von CEO-Fraud

Die Masche CEO-Fraud ist auch unter den Bezeichnungen CEO-Betrug, Chef-Betrug oder Fake President Fraud (FPF) bekannt. Beim CEO-Fraud handelt es sich um eine Betrugsmethode, bei der ein Betrüger vorgibt, der Geschäftsführer, Chef oder Manager des Betroffenen zu sein. Dabei fordert er Mitarbeiter auf unterschiedlichste Art und Weise auf, hohe Geldbeträge auf ein bestimmtes Konto zu überweisen. Eine ganz beliebte Methode ist der, bereits oben genannte, Phishing-Angriff.

Phishing-Angriff Definition

Unter einem Phishing-Angriff versteht man den Versuch des Diebstahls von Passwörtern und Kennungen über das Internet. Dieser kann mithilfe von gefälschten E-Mails, SMS und ähnlichen Benachrichtigungen erfolgen. Diese täuschend echten Fälschungen gehen bei den betroffenen Personen ein, die dann von selbst vertrauliche Inhalte weitergeben. Diese Daten nutzen Cyberkriminelle beispielsweise für Kontoplünderungen, Hackerangriffe auf Unternehmen und für den hier thematisierten CEO-Fraud.

Phishing-Angriff: Fallbeispiel mit Lösung

Bei einem Verfahren im November des Jahres 2020 wurde über genau so einen CEO-Fraud Fall entschieden. 

Der Betroffene erhielt vorliegend, wie gewöhnlich, einen Überweisungsbeleg von dem angeblichen Geschäftsführer. Dieser enthielt die Anweisung, einen Geldbetrag von ca. 20.000 Euro an ein bestimmtes Konto zu überweisen. Auf dem Überweisungsbeleg war auch eine Unterschrift zu finden, die der des Geschäftsführers sehr ähnelte. Nach Absprache mit einem für solche Anfragen zuständigen Mitarbeiter hat er die Überweisung dann in Auftrag gegeben. Erst im Nachhinein konnte die Fälschung aufgedeckt werden. Der Betrüger scheint also durch eine Phishing-Attacke, an die notwendigen Daten zur Fälschung dieses Überweisungsbelegs gekommen zu sein. Leider konnte die Buchung und Zahlung zu dem Zeitpunkt, in dem die Fälschung festgestellt wurde, nicht mehr rückabgewickelt werden. Auch die Aufforderung des Klägers zur Erstattung des Betrags wurde zurückgewiesen.

Was ist in so einer Situation zu tun? Kann der Betroffene Schadensersatz verlangen?

Dem Kläger steht in einem solchen Fall ein Erstattungsanspruch nach § 675u S. 2 BGB zu, wenn es sich um einen nicht autorisierten Zahlungsvorgang handelt und der Anspruch weder gesetzlich, noch aufgrund eines eigenen Mitverschuldens ausgeschlossen ist.

Im vorliegenden Fall war der Zahlungsvorgang aufgrund des gefälschten Überweisungsbelegs nicht autorisiert. Ein Ausschluss war ebenfalls nicht ersichtlich.

Suchen Sie Hilfe bei einem Phishing Angriff?

Sollten Sie sich in dieser Situation wiederfinden und vor der Frage stehen, ob auch Sie einen Anspruch auf Schadensersatz haben, steht Ihnen Herr Rechtsanwalt Kaufmann mit seiner jahrelangen Expertise im Wirtschaftsstrafrecht für eine Beratung und auch die Eröffnung des Rechtsweges zur Seite. Schreiben Sie uns eine Nachricht oder rufen Sie uns an, wir helfen Ihnen gerne weiter.


Was ist CEO-Fraud?


Die Masche CEO-Fraud ist auch unter den Bezeichnungen CEO-Betrug, Chef-Betrug oder Fake President Fraud (FPF) bekannt. Beim CEO-Fraud handelt es sich um eine Betrugsmethode, bei der ein Betrüger vorgibt, der Geschäftsführer, Chef oder Manager des Betroffenen zu sein. Dabei fordert er Mitarbeiter auf unterschiedlichste Art und Weise auf, hohe Geldbeträge auf ein bestimmtes Konto zu überweisen. Durch diese Überweisung entsteht bei dem Betroffenen ein Schaden. Hierbei ist dann fraglich, ob dem Betroffenen ein Schadensersatzanspruch zusteht.

Was versteht man unter einem Phishing-Angriff?

Unter einem Phishing-Angriff versteht man den Versuch des Diebstahls von Passwörtern und Kennungen über das Internet. Dieser kann mithilfe von gefälschten E-Mails, SMS und ähnlichen Benachrichtigungen erfolgen. Diese täuschend echten Fälschungen gehen bei den betroffenen Personen ein, die dann von selbst vertrauliche Inhalte weitergeben. Diese Daten nutzen Cyberkriminelle beispielsweise für Kontoplünderungen, Hackerangriffe auf Unternehmen und für den hier thematisierten CEO-Fraud.

Wann kann der Betroffene Schadensersatz verlangen?

Dem Kläger steht in einem solchen Fall ein Erstattungsanspruch nach § 675u S. 2 BGB zu, wenn es sich um einen nicht autorisierten Zahlungsvorgang handelt und der Anspruch weder von Gesetzes wegen, noch aufgrund eines eigenen Mitverschuldens ausgeschlossen ist.

Quellen

Wirtschaftsstrafrecht-Rechtsanwalt-Kaufmann
09
Sep

Was hat Geldwäsche mit Kryptowährung zu tun?

Kriminelle suchen immer einen Weg, um Ihr Geld noch einfacher zu waschen und somit ihr illegales Geld in legales Geld zu verwandeln. Dieser Prozess könnte nun durch die Kryptowährungen deutlich vereinfacht werden.

 

Aber was ist Kryptowährung überhaupt und wieso wird das Geldwaschen dadurch so vereinfacht? Kryptowährungen sind Währungen die online generiert werden. Der Bitcoin ist dabei wohl die bekannteste und sie beruht auf der Blockchain-Technologie. Dieses zu erklären wäre nun ein bisschen weitreichend. Aber um es vereinfacht darzustellen, man erzeugt es durch Trading- und Miningprogramme. Was macht Kryptowährung nun so attraktiv für Geldwäscher? Transaktionen von Geldmitteln werden auf pseudonymer-Basis getätigt, somit wird mit Geld gehandelt, welches gar nicht wirklich existiert. Zudem gibt es auch noch Programme, wie zum Beispiel den Tumbler-Dienst, die die Herkunft der Kryptowährung verschleiern. Man besitzt also eine Währung im Internet bei der nicht nachzuvollziehen ist woher sie kommt. Leider ist die Gesetzeslage in Bezug auf die Kryptowährung noch nicht genug ausgereift. Was kann nun der normale Benutzer von Kryptowährung tun, um nicht der Geldwäsche beschuldigt zu werden? Vermeiden Sie unseriöse Plattformen, die meist benutzten sind, zum Beispiel Libertex, Etoro, Roboforex und BDSwiss. Hinzu kommt, dass Sie Transaktionen genauestens dokumentieren sollten, um, wenn es zu einer Beschuldigung kommt, auf der sicheren Seite zu sein.

 

Sie wurden der Geldwäsche beschuldigt oder haben sonstige Probleme mit Kryptowährung und möchten Ihre Möglichkeiten, wie Sie dagegen vorgehen können, aufgezeigt bekommen,

so steht Ihnen Herr Rechtsanwalt Hermann Kaufmann für die Beratung zur Seite und kann Ihnen den Rechtsweg eröffnen.

Wirtschaftsstrafrecht-Rechtsanwalt-Kaufmann
19
Jun

Ungerechtfertigter Geldwäscheverdacht

Bei der Geldwäsche gemäß § 261 StGB handelt es sich um einen Straftatbestand, der in besonders schweren Fällen sogar mit bis zu fünf Jahren Freiheitsstrafe sanktioniert wird. Ziel dieser Regelung ist, das Einschleusen von Vermögensgegenständen aus organisierter Kriminalität und verwandten Kriminalitätsformen in den legalen Finanz- und Wirtschaftskreislauf zum Zwecke der Tarnung zu unterbinden.

Doch was ist zu tun, wenn einem selbst ungerechtfertigt vorgeworfen wird, diese Straftat begangen zu haben?

Stirbt ein naher Verwandter, so kommt es oft dazu, dass Menschen große Geldsummen vererbt bekommen und diese dann innerhalb kurzer Zeit mehrere Male jeweils bar einzahlen wollen. Sowas ist bei ihnen vorher nie vorgekommen. Folglich kommt es häufiger zu einer Geldwäscheverdachtsanzeige der Bank. Diese meldet sich bei der Staatsanwaltschaft, welche dann die Ermittlungen aufnimmt. Es kommt beispielsweise dazu, dass eine Hausdurchsuchung durchgeführt wird. Bei der Auswertung diverser persönlicher Eigentümer, wie zum Beispiel des Mobiltelefons, kann es dazu kommen, dass die Staatsanwaltschaft ausreichend Beweise für eine Anklage sammelt. Den Betroffenen werden häufig illegale Tätigkeiten wie Korruption, Bestechung, Raub, Erpressung, Drogenhandel, Waffenhandel oder Steuerhinterziehung vorgeworfen.

Für den Fall, dass Sie sich in dieser Situation befinden, sollten Sie den Ermittlungsbehörden nicht ohne anwaltlichen Beistand gegenübertreten. Herr Rechtsanwalt Kaufmann steht Ihnen mit seiner jahrelangen Expertise im Wirtschaftsstrafrecht für eine Beratung zur Seite und kann Ihnen den Rechtsweg ebnen. Schreiben Sie uns eine Nachricht oder rufen Sie uns an. Wir helfen Ihnen gerne weiter.

Wirtschaftsstrafrecht-Rechtsanwalt-Kaufmann
30
Mai

CEO-Fraud – wo selbst die Opfer zum Täter werden

Nicht selten fallen Mitarbeiter eines Unternehmens auf die Falle des „CEO-Frauds“ rein. Hierbei handelt es sich um gezielte Angriffe, bei denen die so genannten „Fraudisten“ die Mitarbeiter nach aufwendiger Recherchearbeit und wochenlanger Vorbereitung dazu auffordern, große Geldsummen an bestimmte, meist ausländische, Konten zu überweisen. Die lange und ausführliche Phase der Informationsgewinnung sowie die Umgehung jeglicher innerbetrieblicher Kontrollmechanismen führt dazu, dass der Betrug sehr glaubwürdig erscheint, wodurch die Betroffenen Vertrauen aufbauen. Des Weiteren erfolgt die Kontaktaufnahme sehr geschickt. Der Mitarbeiter des Unternehmens, bei dem es sich meistens um jemanden handelt, der Überweisungen selbst tätigt, wird angerufen oder über eine E-Mail kontaktiert. Der „Fraudist“ gibt sich üblicherweise als ein Vertreter oder als CEO selbst aus. Er verdeutlicht, dass es sich dabei um eine streng vertraute Angelegenheit handelt und versucht einen von außen isolierten Handlungsraum zu schaffen, sodass keine weiteren Personen eingebunden werden, die den Betrug aufdecken könnten. Oft wird noch zusätzlich eine Frist gesetzt, die das Risiko senken soll, dass der Zahlungsprozess noch aufgehalten wird.

Das große Problem an „CEO-Fraud“ ist, dass der Strafbarkeit der „Fraudisten“ bei einem erfolgreichen Betrug kaum Aufmerksamkeit geschenkt wird und dass die Opfer selbst meistens mit Konsequenzen rechnen müssen. Neben Schadensersatzansprüchen, die durch die hohen Verluste anfallen, machen sie sich unter Umständen sogar selbst strafbar.

Sollten Sie sich in dieser Situation wiederfinden und vor der Frage stehen, wie Sie nun weiter vorgehen sollen, steht Ihnen Herr Rechtsanwalt Kaufmann mit seiner jahrelangen Expertise im Wirtschaftsstrafrecht für eine Beratung und auch die Eröffnung des Rechtsweges zur Seite. Schreiben Sie uns eine Nachricht oder rufen Sie uns an, wir helfen Ihnen gerne weiter.

Diesel-Abgasskandal-Rechtsanwalt-Kaufmann-Niedersachsen
11
Sep

VW Abgasskandal: Raus aus der Musterfeststellungsklage bis zum 30.09.2019

Warum eine Abmeldung von der Musterfeststellungsklage Sinn macht:

Sofern Sie von dem Dieselskandal betroffen sind und sich der Musterfeststellungsklage angeschlossen haben, haben sie keine Möglichkeit, ihren Schadensersatzanspruch gegen den Automobilhersteller individuell gerichtlich geltend zu machen. Denn beides nebeneinander ist nicht möglich. Sie können jedoch noch bis zur mündlichen Verhandlung am 30. September 2019 zur Individualklage wechseln.

Mit der Musterfeststellungsklage können Sie lediglich erreichen, dass festgestellt wird, dass Volkswagen die Käufer vorsätzlich sittenwidrig geschädigt hat und daher grundsätzlich Schadensersatz schuldet. Mehr aber nicht, d.h. Ihren ganz individuellen Schadensersatzanspruch müssten Sie danach in einem weiteren Verfahren geltend machen. Das aber wiederrum bedeutet, dass viel Zeit ins Land geht, in der Sie das betroffene Fahrzeug weiter nutzen und damit Kilometer sammeln. Experten gehen derzeit davon aus, dass mit einer Entscheidung in dem Musterprozess nicht vor dem Jahr 2023 zu rechnen ist. Der Bundesverband der Verbraucherzentrale schließt sogar nicht aus, dass dann noch der Europäische Gerichtshof eingeschaltet wird.

Vor diesem Hintergrund ist zu bedenken, dass die meisten Gerichte, die in Individualklagen entschieden haben, VW eine Entschädigung für die Nutzung der Fahrzeuge zugesprochen haben, die dann von dem Schadensersatzanspruch abgezogen wird. Diese Entschädigung wiederrum richtet sich u.a. nach den gefahrenen Kilometern. D.h. im Klartext, je mehr gefahrene Kilometer, desto größer die Entschädigung für VW und desto kleiner der Schadensersatz für Sie.

In der Regel dauern Individualklagen im Moment nur ca. 6 bis 12 Monate. Das ist also der deutlich schnellere und wegen der Nutzungsentschädigung auch der für Sie günstigere Weg als über die Musterfeststellungsklage.

Deshalb unsere Empfehlung an Sie: Nutzen Sie die Möglichkeit, noch bis zum 30.09.2019aus dem Musterfeststellungsverfahren auszusteigen und klagen Sie Ihren Schadensersatzanspruch individuell ein.

Unter dem folgenden Link ist die Abmeldung von der Musterfeststellungsklage möglich:

https://www.bundesjustizamt.de/DE/Themen/Buergerdienste/Klageregister/Klagen/201802/KlagRE_2_2018.html;jsessionid=310326C0A6CE44F978B73DF88DC7FEEB.1_cid392?nn=11994364#doc12200748bodyText8

Den direkten Link zum für die Abmeldung erforderlichen Formular finden Sie hier:

https://www.bundesjustizamt.de/DE/SharedDocs/Publikationen/Klageregister/Ruecknahme_Anmeldung_Klageregister.pdf;jsessionid=582F38259C70A242DEF8747C2360475E.1_cid383?__blob=publicationFile&v=8

Bei Fragen helfen wir Ihnen gern weiter.

 

Wirtschaftsstrafrecht-Rechtsanwalt-Kaufmann
11
Jun

Der neue „Enkel-Trick“ – der „CEO Fraud“

Das schwächste Glied in der Kette ist schon lange nicht mehr die technische Infrastruktur der Banken im Zahlungsverkehr, sondern der Mensch selbst. Sie werden als Opfer zuerst ausspioniert und dann unter Vorspiegelung falscher Tatsachen und Vorwänden dazu verleitet sich selbst zu schädigen und Kriminellen hohe Geldsummen zu überweisen.

 

Schon lange bei organisierten Cyber-Kriminellen bekannt ist der „Enkel-Trick“. Diese haben den „Enkel-Trick“ nun weiterentwickelt und „verfeinert“, wodurch weltweit Wirtschaftsunternehmen und Privatpersonen um Millionen betrogen werden. Der „Enkel-Trick“ rückt daher nun wieder in den Fokus von Unternehmen und Privatpersonen. Der „Vorteil“ bei der Weiterentwicklung ist, dass ein technisch limitierter Höchstbetrag beim Online-Banking für Unternehmen und vermögende Privatpersonen nicht vorliegt. Hierdurch können schnell Beträge in Millionenhöhe vom Betroffenen auf andere Konten überwiesen werden. Auch in Deutschland steigt diese als „CEO-Fraud“ bekannte Masche immer weiter an.

 

Bei dem „CEO-Fraud“ wird zunächst Kontakt mit Firmenmitarbeitern aufgenommen und vorgegeben, man sei ein Mitglied der Unternehmensleitung, der z.B. eine wichtige Sofortinvestition machen muss, wodurch eine großer Geldbetrag benötigt wird. Gleichzeitig ist der Mitarbeiter zur absoluten Verschwiegenheit verpflichtet, um den gespielten Deal nicht zu verhindern. Die Angst Fehler zu begehen und das besonderen Vertrauen des angeblichen Geschäftsleiters veranlassen Mitarbeiter dazu solche Aufträge durchzuführen. Seien Sie daher immer achtsam und achten Sie auf richtige E-Mail-Adressen und Telefonnummern.

 

Als Betroffener müssen Sie diesen Schaden aber keineswegs hinnehmen. Ihnen steht ein Schadensersatzanspruch gegen die Bank zu!

 

So zum Beispiel wegen der Durchführung von unautorisierten Zahlungsauftrags. Die Bank darf Ihr Konto grundsätzlich nicht belasten, soweit keine berechtigte Person (z. B. Geschäftsführer, Prokurist oder Buchhalter) die Überweisung beauftragt hat.Wenn die Person, die den Auftrag übermittelt nicht berechtigt ist Überweisungen zu tätigen, so muss das Kreditinstitut prüfen, ob die Person im Einzelfall dazu befugt ist, die Überweisung zu tätigen. Bestehen dann weiterhin Zweifel an der Berechtigung so muss die Bank den Auftrag ablehnen. Andernfalls besteht ein Schadensersatzanspruch. Dieses gilt im Zweifel auch wenn ein Auftrag per Fax oder E-Mail erteilt wird und mit Unterschriften der vermeintlichen Geschäftsführer versehen ist und üblicherweise andere Kommunikationsmedien genutzt werden. In diesen Fällen muss von gefälschten Überweisungsträgern ausgegangen werden, weshalb diese auch niemals autorisiert sein können. Auch der vertragliche Haftungsausschluss einer Bank wird im Regelfall wohl nicht begründet sein und so einen Anspruch nicht ausschließen können.

 

Der CEO-Fraud in Deutschland nimmt stark zu und die Schäden sind erheblich. Obgleich es zunächst die Organisationspflicht Ihres Unternehmens ist, selbst wirksame Instrumente zur Betrugsprävention einzusetzen, werden die Banken und Sparkassen immer öfter in Mithaftung genommen. Dieses liegt daran, dass sie bessere und schon länger über Systeme und Verfahren verfügen, mit welchen Betrüge identifiziert und bei Beachtung bestimmter Sicherheitsvorkehrungen auch verhindert werden können.

 

Wenn Sie Opfer eines „CEO-Frauds“ geworden sind, so sollten Sie unbedingt prüfen lassen, ob einen Schadensersatzanspruch auf dem Wege der unautorisierten Zahlungen von der Bank in Betracht kommt und sich zu ihren weiteren Möglichkeiten informieren. Machen Sie Ihre Ansprüche auf Rückzahlung der Überweisungen von der Bank geltend. Wir stehen Ihnen als Fachanwaltskanzlei zur Seite. Sie können uns unter der Telefonnummer 0421-5975 33 0 und unter der E-Mail info@rechtsanwaltkaufmann.de erreichen.

 

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