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Erbrecht
Schulden Erben - Erbe Ausschlagen - Beratung beim Rechtsanwalt
19
Aug

Wann ist es sinnvoll das Erbe auszuschlagen? | Update 2021

Was ist zu tun, wenn Sie Schulden erben? Wie viel kostet es das Erbe auszuschlagen und was für eine Frist gibt es?
Foto von Pavel Danilyuk von Pexels

Schulden erben? – Erbe ausschlagen bei Schulden

In der Pandemie freut sich der Handel mStellen Sie sich vor, Sie erben das Vermögen eines Angehörigen. Aber leider nicht nur seine Geldanlagen, sondern auch seine Schulden. Welche Möglichkeiten haben Sie, um das Erbe auszuschlagen?

Wann ist es ratsam das Erbe auszuschlagen?

Sollte min. einer der nachfolgenden Punkte auf Sie zutreffen, ist es ratsam, das Erbe auszuschlagen:

Nachlass überschuldet:

Bevor Sie erben, sollten Sie sich den Nachlass des Erblassers anschauen. Wenn sich dort abzeichnet, dass der Erblasser mehr Negatives als Positives hinterlässt, ist es empfehlenswert, das Erbe auszuschlagen.

Sanierungsbedürftige Immobilie:

Bei alten Häusern, die vererbt werden, ist oftmals eine Sanierung fällig. Diese kann leicht den Wert des gesamten Hauses übersteigen. Wenn die vererbte Immobilie den finanziellen Rahmen überschreitet, sollte das Erbe ausgeschlagen werden.

Erbe ist verschuldet:

Wenn Sie als Erbe verschuldet sind, ist es ratsam, das Erbe auszuschlagen, da der Nachlass dem Gläubiger zukommt. Wird das Erbe ausgeschlagen, bekommt der Nächste in der Erbreihenfolge den Nachlass und nicht der Gläubiger. Das Erbe kann aber natürlich auch einen Neustart für Sie bedeuten, wenn das Erbe größer ist als Ihre Schulden.

Erbe ist in der Privatinsolvenz:

Sind Sie als Erbe in der Privatinsolvenz, fällt eine Erbschaft in der Wohlverhaltensperiode zur Hälfte an den Insolvenzverwalter. Auch hier wäre es empfehlenswert, das Erbe auszuschlagen.

Wie lange dauert die Frist und welche Kosten fallen an?

Um zu entscheiden, ob Sie das Erbe ausschlagen sollen, bleibt Ihnen eine Frist von sechs Wochen. Bis dahin muss eine Erklärung beim zuständigen Nachlassgericht vorliegen. Passiert dies nicht, gilt das Erbe als angenommen.

Ein Erbe auszuschlagen ist relativ günstig. Die Gebühren für das Ausschlagen beim Nachlassgericht beträgt pauschal 30 Euro. Teurer wird es nur, wenn Sie ein für Sie positives Erbe ausschlagen sollten. Dann berechnen sich die Gebühren am Nachlasswert.

Kann man ein angenommenes Erbe nachträglich ausschlagen?

Grundsätzlich kann ein Erbe nicht nachträglich ausschlagen werden. Jedoch gibt es gewisse Ausnahmen. In manchen Fällen kommen nach Annahme der Erbschaft Tatsachen zum Vorschein, die eine Ablehnung rechtfertigen, z. B. wenn Sie von keinem hohen Kredit des Erblassers wussten.

Eine andere Möglichkeit wäre die Anfechtung der Sechs-Wochen-Frist, weil Sie diese entweder nicht kannten oder von einer längeren Frist ausgegangen sind. Hierbei wird in den meisten Fällen ein Anwalt benötigt, um wirksam vor dem Nachlassgericht anzufechten.

Suchen Sie einen Anwalt um Ihr Erbe auszuschlagen?

Sie möchten Ihr Erbe ausschlagen oder haben die Sechs-Wochen-Frist verstreichen lassen und möchten Ihre Möglichkeiten, wie Sie dagegen vorgehen können, aufgezeigt bekommen, so steht Ihnen Herr Rechtsanwalt Hermann Kaufmann für die Beratung zur Seite und kann Ihnen den Rechtsweg eröffnen.


Wann ist es ratsam das Erbe auszuschlagen?

In den folgenden vier Fällen ist es sinnvoll das Erbe auszuschlagen:
– Nachlass überschuldet
– Sanierungsbedürftige Immobilie
– Erbe ist verschuldet
– Erbe ist in der Privatinsolvenz

Wie lange dauert die Frist und welche Kosten fallen an?

Die Frist beträgt sechs Wochen und die Kosten belaufen sich dabei auf 30 Euro. Es sei denn, man schlägt ein positives Erbe aus. Dann richten sich die Kosten nach dem Nachlasswert.

Kann ich ein angenommenes Erbe nachträglich ausschlagen?

Grundsätzlich kann man ein Erbe nicht nachträglich ausschlagen. Jedoch gibt es gewisse Ausnahmen. In manchen Fällen kommen nach Annahme der Erbschaft Tatsachen zum Vorschein, die eine Ablehnung rechtfertigen, wie z. B. wenn Sie von keinem hohen Kredit des Erblassers wussten.

Eine andere Möglichkeit wäre die Anfechtung der Sechs-Wochen-Frist, weil Sie diese entweder nicht kannten oder von einer längeren Frist ausgegangen sind. Hierbei wird in den meisten Fällen ein Anwalt benötigt, um wirksam vor dem Nachlassgericht anzufechten.

Quellen

https://www.finanztip.de/erbausschlagung/

https://www.test.de/Erbschaft-ausschlagen-Was-tun-wenn-das-Erbe-Schulden-bringt-5308924-0/