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Neuer Online-Banking-Betrug | Update 2021

Photo by Vlada Karpovich from Pexels

Erneute Betrugswelle im Online-Banking

Warnung es gibt einen neuen Online-Banking-Betrug. Mehr als die Hälfte der Deutschen nutzt das Online-Banking, um die notwendigen Bankgeschäfte im Internet zu erledigen. Dies ist nicht nur praktisch, sondern auch über das Smartphone überall möglich. Bedauerlicherweise nutzen Cyberkriminelle das Verhalten dieser Nutzer aus, indem sie versuchen, an die Zugangsdaten der User zu kommen und somit ihr Geld abzuheben. Besonders im Jahr 2021 spricht man vermehrt von der Betrugswelle.

Was für Möglichkeiten stehen dem Betrüger zu?

Dabei stehen ihnen mehrere Möglichkeiten offen, die Online-Banking-Accounts zu hacken und den Betrug durchzuführen. Die Verfahren Phishing und Pharming sind dabei sehr beliebt. 

Beim Phishing-Angriff handelt es sich um einen Versuch des Identitätsdiebstahls. Gefälschte E-Mails oder Webseiten, die dem Design der Banken entsprechen, sind beliebte Methoden dieses Vorgangs. Hier sollen die Nutzer selbst ihre Zugangsdaten eingeben, die dann zu den Betrügern gelangen. 

Beim Pharming sollen Viren dafür sorgen, dass den Nutzern, trotz Angabe der richtigen Adresse, die falsche Webseite angezeigt wird. Auch Kontonummern der Empfänger von Überweisungen können mithilfe dieser Viren in die Kontonummern der Betrüger umgewandelt werden. Selbst die personalisierte TAN, die bei Überweisungen abgefragt wird, kann den Nutzer nicht mehr vor den Betrügern schützen.

Was ist in einem solchen Betrugsfall zu beachten?

Solch ein Online-Banking-Betrug ist leider nur sehr schwer zu erkennen. Oftmals macht er sich erst dann bemerkbar, wenn an den Kontoständen fehlende Beträge festgestellt werden. Auch diese kommen in manchen Fällen erst spät zum Vorschein.

Wenn Sie also außerhalb Ihrer Bankgeschäfte zur Eingabe von persönlichen Daten und TAN oder zum Öffnen von zusätzlichen Fenstern aufgefordert werden sollten, sollten Sie besonders vorsichtig sein, da es sich hierbei um einen Phishing-Angriff handeln könnte. Werden Sie zudem bei jeder kleinen Änderung gegenüber Ihrer normalen Bank-Website aufmerksam und vergessen Sie nicht, die Kontonummern genau zu überprüfen. Bei Auffälligkeiten sollten Sie sich sofort an Ihre Bank wenden.

Falls Sie trotz aller Vorsorgemaßnahmen dennoch zum Opfer eines Online-Banking Betrugs werden, sollten Sie schnell handeln. Wenn Sie sich sofort bei einem Rechtsanwalt melden, kann sich dieser noch um die Sicherstellung des Geldes bei der Empfängerbank kümmern. Gegebenenfalls kommt eine Kontosperrung in Betracht. Ferner sollten Sie Ihre Kontoauszüge auf Unregelmäßigkeiten prüfen, um zu sehen, ob der Betrüger bereits Abbuchungen vorgenommen hat. Auch die Polizei sollte in einem solchen Fall unverzüglich informiert werden.

Rechtslage – gegenüberstehende Ansprüche

Doch wie sieht die Rechtslage aus, wenn Sie durch den Online-Banking-Betrug erhebliche Geldsummen verloren haben?

Grundsätzlich haben Sie nämlich einen Anspruch auf Erstattung dieser Beträge gegenüber der Bank, wenn ein Dritter Zugang zu Ihrem Konto erlangt und Überweisungen durchführt, die nicht autorisiert wurden (vgl. § 675u BGB). Dazu müssen Sie der Bank lediglich darlegen, dass Sie das Geld nicht überwiesen haben, sondern dies durch einen unberechtigten Dritten geschah.

Auch den Banken stehen gegebenenfalls Schadensersatzansprüche zu. Dies ist dann der Fall, wenn der Betroffene die notwendige Sorgfaltspflicht außer Acht gelassen hat (§ 675v BGB).

Suchen Sie Hilfe bei Online-Banking-Betrügen?

Besonders dann, wenn zwei Ansprüche, der des Verbrauchers und der der Bank, aufeinandertreffen, ist die Hilfe eines qualifizierten Rechtsanwalts notwendig. Sollten Sie sich also in dieser Situation des Online-Banking-Betrugs befinden, steht Ihnen Herr Rechtsanwalt Kaufmann stets zur Seite. Kontaktieren Sie uns, wir helfen Ihnen gerne weiter.


Was für Möglichkeiten stehen dem Online Banking Betrüger zu?


Im Jahr 2021 stehen den Betrügern mehrere Möglichkeiten offen, die Online-Banking Accounts zu hacken und den Betrug durchzuführen. Die Verfahren Phishing und Pharming Attacke sind dabei sehr beliebt. 
Beim Phishing-Angriff handelt es sich um einen Versuch des Identitätsdiebstahls. Gefälschte E-Mails oder Webseiten, die dem Design der Banken entsprechen, sind beliebte Methoden dieses Vorgangs. Hier sollen die Nutzer selbst ihre Zugangsdaten eingeben, die dann zu den Betrügern gelangen. 
Beim Pharming sollen Viren dafür sorgen, dass den Nutzern, trotz Angabe der richtigen Adresse, die falsche Webseite angezeigt wird. Auch Kontonummern der Empfänger von Überweisungen können mithilfe dieser Viren in die Kontonummern der Betrüger umgewandelt werden. Selbst die personalisierte TAN, die bei Überweisungen abgefragt wird, kann den Nutzer nicht mehr vor den Betrügern schützen.

Was soll in Online Banking Betrugsfällen beachtet werden?

Solch ein Online-Banking-Betrug ist leider nur sehr schwer zu erkennen. Oftmals macht er sich erst dann bemerkbar, wenn an den Kontoständen fehlende Beträge festgestellt werden. Auch diese kommen in manchen Fällen erst spät zum Vorschein.
Wenn Sie also außerhalb Ihrer Bankgeschäfte zur Eingabe von persönlichen Daten und TAN oder zum Öffnen von zusätzlichen Fenstern aufgefordert werden sollten, sollten Sie besonders vorsichtig sein, da es sich hierbei um einen Phishing-Angriff handeln könnte. Werden Sie zudem bei jeder kleinen Änderung gegenüber Ihrer normalen Bank-Website aufmerksam und vergessen Sie nicht, die Kontonummern genau zu überprüfen. Bei Auffälligkeiten sollten Sie sich sofort an Ihre Bank wenden.
Falls Sie trotz aller Vorsorgemaßnahmen dennoch zum Opfer eines Online-Banking-Betrugs werden, sollten Sie schnell handeln. Wenn Sie sich sofort bei einem Rechtsanwalt melden, kann sich dieser noch um die Sicherstellung des Geldes bei der Empfängerbank kümmern. Gegebenenfalls kommt eine Kontosperrung in Betracht. Ferner sollten Sie Ihre Kontoauszüge auf Unregelmäßigkeiten prüfen, um zu sehen, ob der Betrüger bereits Abbuchungen vorgenommen hat. Auch die Polizei sollte in einem solchen Fall unverzüglich informiert werden

Wie ist die Rechtslage bei Verlusten von erheblichen Geldbeträgen im Online Banking?

Grundsätzlich haben Sie einen Anspruch auf Erstattung der Beträge gegenüber der Bank, wenn ein Dritter Zugang zu ihrem Konto erlangt und Überweisungen durchführt, die nicht autorisiert wurden (vgl. § 675u BGB). Dazu müssen Sie der Bank lediglich darlegen, dass Sie das Geld nicht überwiesen haben, sondern dies durch einen unberechtigten Dritten geschah.
Auch den Banken stehen gegebenenfalls Schadensersatzansprüche zu. Dies ist dann der Fall, wenn der Betroffene die notwendige Sorgfaltspflicht außer Acht gelassen hat (§ 675v BGB).

Quellen

https://www.juris.de/jportal/portal/page/homerl.psml?nid=jnachr-JUNA210300873&wt_mc=pushservice&cmsuri=%2Fjuris%2Fde%2Fnachrichten%2Fzeigenachricht.jsp

https://rechtsanwaltkaufmann.de/bank-und-kapitalmarktrecht/schadensersatz-gegen-die-bank-bei-betrug-im-online-banking

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