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Rechtsanwalt Kaufmann
Insolvenzrecht-Rechtsanwalt-Kaufmann-Achim
18
Sep

Restschuldbefreiung ohne Pflicht zur Aufklärung

Die Restschuldbefreiung ermöglicht es verschuldeten Personen auf Antrag schuldenfrei zu werden. Hierdurch erlischt dann die Schuld des Schuldners. Der redliche Schuldner soll nämlich die Chance eines Neuanfangs haben. Grade durch die Kombination mit der Möglichkeit der Stundung der Verfahrenskosten des vorherigen Insolvenzverfahrens wurde die Restschuldbefreiung für die große Zahl der Schuldner interessant, deren Vermögen nicht einmal mehr die Verfahrenskosten decken würde.

 

Eine solche Restschuldbefreiung kann unter gewissen Umständen versagt werden, soweit der Schuldner eine seiner Pflichten verletzt hat. Diese Pflichten sind abschließend in § 295 InsO geregelt. Besonders relevant ist hier, dass Wohnsitz- und Beschäftigungsstellenwechsel unverzüglich dem Insolvenzgericht und Treuhänder anzuzeigen sind und auch dass dem Gericht und dem Treuhänder auf deren Verlangen Auskunft über die Erwerbstätigkeit oder die Bemühungen um eine solche, sowie über Bezüge und Vermögen Auskunft zu erteilen ist.

 

Als Schuldner ist man aber nicht dazu angehalten, dem Treuhänder ungefragt Auskünfte über einen gestiegenen Lohn zu geben. Auch muss der Schuldner nicht unaufgefordert mitteilen, wenn ein Unterhaltsberechtigter (z.B. der Ehemann) eine Veränderung in seiner Einkommenssituation hat. Lediglich eine Veränderung seines Wohnsitzes oder seines Beschäftigungsverhältnisses (das des Schuldners) muss der Schuldner anzeigen und darf es nicht verschweigen und verheimlichen. Andere Mitteilungen benötigen keine Eigeninitiative des Schuldners.

 

Viele Schuldner sehen sich derzeit in der Situation, dass eine Restschuldbefreiung versagt wurde weil Sie es unterließen, die Beschäftigungssituation der/s Unterhaltsberechtigten (Ehemann/-frau) anzuzeigen. Dieses ist falsch denn eine derartige Pflicht zur Offenlegung besteht nicht. Sollte Ihnen daher aus diesen oder ähnlichen Gründen eine Restschuldbefreiung versagt worden sein, so sollten Sie unbedingt Ihre rechtlichen Möglichkeiten überprüfen lassen. Wenn Sie sich bezüglich der Restschuldbefreiung informieren wollen oder rechtliche Schritte gegen eine Versagung der Restschuldbefreiung einlegen wollen, so steht Ihnen Herr Rechtsanwalt Hermann Kaufmann mit seiner langen Expertise im Insolvenzrecht für die Beratung zur Seite und kann Ihnen den Rechtsweg eröffnen.

 

Diesel-Abgasskandal-Rechtsanwalt-Kaufmann-Niedersachsen
11
Sep

VW Abgasskandal: Raus aus der Musterfeststellungsklage bis zum 30.09.2019

Warum eine Abmeldung von der Musterfeststellungsklage Sinn macht:

Sofern Sie von dem Dieselskandal betroffen sind und sich der Musterfeststellungsklage angeschlossen haben, haben sie keine Möglichkeit, ihren Schadensersatzanspruch gegen den Automobilhersteller individuell gerichtlich geltend zu machen. Denn beides nebeneinander ist nicht möglich. Sie können jedoch noch bis zur mündlichen Verhandlung am 30. September 2019 zur Individualklage wechseln.

Mit der Musterfeststellungsklage können Sie lediglich erreichen, dass festgestellt wird, dass Volkswagen die Käufer vorsätzlich sittenwidrig geschädigt hat und daher grundsätzlich Schadensersatz schuldet. Mehr aber nicht, d.h. Ihren ganz individuellen Schadensersatzanspruch müssten Sie danach in einem weiteren Verfahren geltend machen. Das aber wiederrum bedeutet, dass viel Zeit ins Land geht, in der Sie das betroffene Fahrzeug weiter nutzen und damit Kilometer sammeln. Experten gehen derzeit davon aus, dass mit einer Entscheidung in dem Musterprozess nicht vor dem Jahr 2023 zu rechnen ist. Der Bundesverband der Verbraucherzentrale schließt sogar nicht aus, dass dann noch der Europäische Gerichtshof eingeschaltet wird.

Vor diesem Hintergrund ist zu bedenken, dass die meisten Gerichte, die in Individualklagen entschieden haben, VW eine Entschädigung für die Nutzung der Fahrzeuge zugesprochen haben, die dann von dem Schadensersatzanspruch abgezogen wird. Diese Entschädigung wiederrum richtet sich u.a. nach den gefahrenen Kilometern. D.h. im Klartext, je mehr gefahrene Kilometer, desto größer die Entschädigung für VW und desto kleiner der Schadensersatz für Sie.

In der Regel dauern Individualklagen im Moment nur ca. 6 bis 12 Monate. Das ist also der deutlich schnellere und wegen der Nutzungsentschädigung auch der für Sie günstigere Weg als über die Musterfeststellungsklage.

Deshalb unsere Empfehlung an Sie: Nutzen Sie die Möglichkeit, noch bis zum 30.09.2019aus dem Musterfeststellungsverfahren auszusteigen und klagen Sie Ihren Schadensersatzanspruch individuell ein.

Unter dem folgenden Link ist die Abmeldung von der Musterfeststellungsklage möglich:

https://www.bundesjustizamt.de/DE/Themen/Buergerdienste/Klageregister/Klagen/201802/KlagRE_2_2018.html;jsessionid=310326C0A6CE44F978B73DF88DC7FEEB.1_cid392?nn=11994364#doc12200748bodyText8

Den direkten Link zum für die Abmeldung erforderlichen Formular finden Sie hier:

https://www.bundesjustizamt.de/DE/SharedDocs/Publikationen/Klageregister/Ruecknahme_Anmeldung_Klageregister.pdf;jsessionid=582F38259C70A242DEF8747C2360475E.1_cid383?__blob=publicationFile&v=8

Bei Fragen helfen wir Ihnen gern weiter.

 

Allgemeinrecht-Rechtsanwalt-Kaufmann-Weyhe
31
Aug

Drei Tage nach Versendung bei der Post ist nicht gleich Zugestellt

Wie Sie selbst zu den Behörden, schicken auch die Behörden selbst gerne Bescheide per Post zu. Dieses führt aber oft zu Problemen, denn während Sie selbst immer Fristgerecht die Briefe zuschicken müssen, gilt bei Briefen von Behörden die sogenannte Zugangsfiktion. Nach dieser gilt der Brief am dritten Tag nach Aufgabe zur Post per se als Ihnen zugegangen.

 

Dieses gilt jedoch nur, wenn die Postlaufzeit einigermaßen kurz ist. Vielfach kann diese kurze Brieflaufzeit jedoch nicht gewährleistet werden, da Postunternehmen vermehrt auf Sub-Unternehmen setzen, durch welche sich die Postlaufzeit über die drei Tage hinaus verlängert. Dieses ist dann unzulässig und verkürzt die Frist, in der gegen Bescheide von den Behörden vorgegangen werden kann ungemein. Daher ist in der Regel, sobald Anzeichen dafür bestehen, dass der Brief später als drei Tage nach Versendung zugegangen ist, auf den wirklichen Tag der Zustellung zu bestehen.

 

Wenn Sie sich daher in dieser Lage wiederfinden und Probleme mit dieser Zugangsfiktion haben, aufgrund welcher eine Behörde zum Beispiel Leistungen verweigert, sollten Sie unbedingt diese Möglichkeit beachten. In den meisten Fällen bestreiten die Behörden nämlich nicht Ihren eigentlich Anspruch, sondern nur den verspäteten Zugang Ihrer Antwort oder Ihres Widerspruches. Wollen Sie sich daher gegen einen belastenden oder eine Ablehnung eines begünstigenden Bescheides der Behörde wehren wollen, so steht Ihnen Herr Rechtsanwalt Hermann Kaufmann mit seiner Expertise im Verwaltungsrecht zur Seite. Rufen Sie uns gerne an oder kontaktieren Sie uns gleich hier.

 

Insolvenzrecht-Rechtsanwalt-Kaufmann-Achim
18
Aug

Pfändungsfreie Nachzahlungen

In der Insolvenz zählt bekanntlich jeder Cent, dieses aber nicht nur für das Tilgen der Schulden, sondern auch für den Lebensunterhalt der Person, die in der Insolvenz gefangen ist. Gerade, wenn man in der Insolvenz auf das Arbeitslosengeld II (Hartz IV) oder andere den Lebensunterhalt sichernde Leistungen angewiesen ist, kommt es einem gelegen, wenn eben dieser Betrag erhöht wird und dadurch mehr Geld zur Verfügung steht. In der Regel erfolgt dieses Rückwirkend zu einem bestimmten Termin. Sogleich erhält man auf einen Schlag eine relativ große Summe Geld und nicht selten kommt es dann vor, dass die Gläubiger aus diesem erlangten Betrag eine Zahlung verlangen, mit welcher die Schulden getilgt werden sollen. Oft wird hierbei auch der Rechtsweg gesucht.

 

In der Regel sind die Gläubiger damit aber nicht erfolgreich, wenn es sich um die Nachzahlung von Leistungen nach dem zweiten Buch des Sozialgesetzbuches handelt – Arbeitslosengeld II/Hartz IV. Bei derartigen Leistungen kommt es zu einer rückwirkenden Erhöhung des Betrages und zu einer einmaligen Auszahlung des gesamten Betrages der Erhöhung bis zum heutigem Zeitpunkt. Nach neuer Rechtsprechung des BGH unterliegt diese Auszahlung bei der Berechnung des pfändungsfreien Betrages einer besonderen Methode. So werden die für den jeweiligen Monat nachgezahlten Beträgen auf den Betrag, den man in den jeweilig zurückliegenden Monaten erhalten hat, addiert und dann wird der Pfändungsfreibetrag für den jeweiligen Monat neu bemessen. Dieses geschieht dann für den gesamten Zeitraum der Nachzahlung, woraus sich dann der gesamte Betrag ergibt, für den Pfändungsfreiheit besteht. Der nachgezahlte Betrag unterliegt somit nicht dem Pfändungsfreibetrag für diesen einen Monat, in dem das Geld erhalten wurde, sondern Anteilig für jeden Monat, für den sich die Bezugsgröße erhöht hat.

 

Grade bei schon durch einen Vollstreckungsbescheid titulierten Forderungen führt dieses zu Problemen, da in dieses Fällen oft in Pfändungsschutzkonten hinein gepfändet wird. Zu einer solchen Pfändung hätte es in der Regel nicht kommen dürfen, da diese Summe komplett oder zumindest Teilweise Pfändungssicher gewesen ist und so der pfändbare Teil zu hoch berechnet wurde. Daneben verstößt eine Pfändung eines zu hohen oder nicht zustehenden Betrages auch gegen das Grundrecht auf Gewährleistung eines menschenwürdigen Existenzminimums und darf folglich nicht gepfändet werden.

 

Sollten Sie sich also gegen eine Zwangsvollstreckung über das nachgezahlte Geld wehren wollen oder sich im Vorfeld zu einer Nachzahlung darüber beraten lassen wollen, welche Zahlungen möglicherweise auf Sie zukommen können oder eben nicht, so steht Ihnen Herr Rechtsanwalt Hermann Kaufmann mit seiner Expertise im Insolvenzrecht zur Seite.

 

Insolvenzrecht-Rechtsanwalt-Kaufmann-Achim
09
Aug

Schadensersatz und Haftung des Insolvenzverwalter

Im Insolvenzverfahren wird dem Unternehmer oder Verbraucher ein Insolvenzverwalter zur Seite gestellt. Der Insolvenzverwalter hat innerhalb des Insolvenzverfahren einen großen Handlungsspielraum, damit das Insolvenzverfahren ordentlich abgewickelt werden kann. Durch diesen Handlungsspielraum steht der Insolvenzverwalter in der Regel bei allen insolventen Personen und Unternehmen in der Kritik. Trotz dessen, dass Ihm nicht alles vorwerfbar ist, wofür er in der Kritik steht, haftet er dem Gläubiger auf Schadensersatz, wenn er eine seiner Pflichten verletzt und kann so persönlich in Anspruch genommen werden.

 

Sowohl der Insolvenzverwalter, als auch der vorläufige Insolvenzverwalter, Treuhänder und Sachwalter sind so den Insolvenzschuldnern, als auch -gläubigern zum Schadensersatz verpflichtet, wenn Sie die ihnen nach der Insolvenzordnung obliegenden Pflichten schuldhaft verletzt. Auch Geschäftsleiter bei Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung haften gegenüber den Beteiligten am gesamten Verfahren , soweit sie eine dieser Pflichten verletzen. Die Zwei relevantesten Fälle der Insolvenzverwalterhaftung finden Sie hier:

 

  • Verwalter sind dazu verpflichtet die Insolvenzmasse optimal zu verwerten. Der Verkauf eines Gegenstandes zu einem unter dem Wert liegenden Preis ist pflichtwidrig. Der Insolvenzverwalter haftet persönlich und ist zum Schadensersatz verpflichtet, wenn dieses Eintritt.

 

  • Insolvenzverwalter sind dazu verpflichtet, Forderungen/Ansprüche durchzusetzen. Es muss eine sorgfältige Analyse des Risikos einer gerichtlichen Durchsetzung des Anspruches vollzogen werden. Der Insolvenzverwalter haftet persönlich und ist zum Schadensersatz verpflichtet, wenn er Ansprüche nicht durchsetzt oder verjähren lässt.

 

Sollten Sie nun zu dem Schluss kommen, dass Sie als Insolvenzgläubiger oder -schuldner durch eine derartige Pflichtverletzung des Insolvenzverwalters zu wenig Erlös erlangt haben oder dass ihre Verbindlichkeiten nicht erfüllt werden konnte, weil der Insolvenzverwalter etwas unter Wert oder gar nicht Veräußert hat so steht ihnen ein Schadensersatz als Gläubiger und auch als Schuldner gegen den Insolvenzverwalter zu.

 

Lassen Sie sich unbedingt beraten, ob in Ihrem Fall eine Haftung des Insolvenzverwalters in Frage kommt. So können Sie als Schuldner weitere Forderungen beglichen werden oder als Gläubiger Verluste verringern. In beiden Fällen stehen wir Ihnen immer für die Beratung und die Geltendmachung Ihres Schadensersatzes zur Seite. Rufen Sie uns daher an oder schreiben Sie uns eine E-Mail, wir helfen Ihnen gerne weiter.

 

Baurecht-Rechtsanwalt-Kaufmann-Achim
25
Jul

Überwachungspflichtverletzung durch Architekten


Bei Umfangreichen Baumaßnahmen übernehmen die Bauherren die Planungsaufgaben oft nicht selbst und beauftragen stattdessen Architekten. Diese Architekten sind dann auch dazu verpflichtet die Baumaßnahmen zu Überwachen. Den Architekt treffen grundsätzlich Überwachungspflichten, wenn er mit einer Planung beauftragt wird. Diese müssen daraufhin im Bezug zu den Planungsmaßnahmen erfüllt werden. Sollten diese Pflichten entgegen den Erwartungen des Bauherren nicht eingehalten werden und sich im weiteren Verlauf des Baues Mängel herausstellen, so haftet auch der Architekt für eben diese Mängel.

 

Besondere Überwachungspflichten treffen den Architekten insbesondere bei der ordnungsgemäße Herstellung von Abdichtungsarbeiten und Abwasserableitungen. Dieses folgt aus der schweren Einsehbarkeit dieser Leistungen für den Bauherren und daraus, dass die Arbeitsmaßnahmen zu den kritischsten und wesentlichsten Bereichen des Bauvorhabens gehören. Hierdurch bestehen für den Architekten besondere Überwachungspflichten, welche im Vergleich zur generellen Überwachungspflicht ein größere Überwachung erfordern.

 

Ein Hinweis eine nicht ausgeübte Überwachung des Architekten liegt schon alleine dann vor, wenn er Leistungen nicht einmal stichprobenartig überprüft und so eine ordentliche Funktionsweise von Dichtungen und Abwasserabführung nicht eintreten kann. Diese Pflicht wird häufig verletzt. Insbesondere muss beachtet werden, dass diese Arbeiten keine Routinearbeiten der Handwerker sind und von wesentlicher Bedeutung für die Mängelfreiheit von Gebäuden sind. In diesen Fällen haften Architekten grundsätzlich immer für eine fehlerhafte Architektenleistung auf Schadensersatz.

 

Das Bedeutet, dass Sie sich gegen fehlerhafte Überwachungsmaßnahmen wehren können und Ihnen im gleichen Zuge ein Anspruch besteht sich den Schaden, der durch die fehlerhafte Leistung entstanden ist ersetzten zu lassen. Nehmen Sie also fehlende oder nicht ausreichende Überwachungen von Architekten nicht einfach hin. Sollten sie sich über Ihre Möglichkeiten zu einem Schadensersatz informieren wollen oder rechtliche Schritte gegen Architekten und andere Planer einleiten wollen, so steht Ihnen Herr Rechtsanwalt Hermann Kaufmann für die Beratung zur Seite und kann Ihnen den Rechtsweg eröffnen.

Bank-und-Kapitalmarktrecht-Rechtsanwalt-Kaufmann-Verden
08
Jul

Prospekthaftung und Schadensersatz bei Schiffsfonds

Nach Urteil vom Landgericht Hamburg vom 07.03.2019 – 321 O 10/18 (nicht rechtskräftig)

Den Anlegern in dem von der Lloyd Fonds AG aufgesetzten Schiffsfond für die insolvente MS Thira Sea Schifffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG wird ein Schadensersatz in Höhe der gesamten Anlage zugesprochen. Zuvor ging den Anlegern durch die Insolvenz das gesamte eingesetzte Kapital verloren. Grund hierfür ist, dass der Prospekt des Fonds fehlerhaft gewesen ist und die Anleger so nicht ordnungsgemäß über alle Risiken informieren konnte. Insbesondere ist Problematisch, dass das Prospekt nicht über 105 %-Währungsklausel des Prospekts aufklärt und das dadurch entstehende Risiko nicht erläutert.

 

Eine solche Klausel führt nämlich bei negativer Entwicklung von Wechselkursen zu Doppelbelastungen der Fondsgesellschaft. Durch Wechselkursänderungen muss die Gesellschaft mehr Vermögen aufwenden um die Raten des Darlehns zurückzuerstatten. Die Fondsgesellschaft schuldet gleichzeitig auch zusätzliche Ausgleichssummen durch die Überschreitung der 105 %-Währungsklausel. Darlehnssumme werden hierdurch aber nicht gleichzeitig auch verringert, wodurch Doppelbelastungen entstehen.

 

Ein Schadensersatz aufgrund von Prospekthaftung entsteht somit. Dieses Urteil ist von großer Bedeutung, da diese 105 %-Währungsklauseln in annähernd allen Schiffsfondprospekten enthalten sind. Diese Klauseln werden aber in den Prospekten entweder gar nicht oder nur kurz und unvollständig dargestellt. Hierdurch enthalten die Prospekte daher nicht alle relevanten Informationen, wodurch dann eine unvollständige Risikoaufklärung im Prospekt vorliegt und somit ein fehlerhafter Prospekt, wodurch Anleger in Schifffonds ein Schadensersatz aus der Prospekthaftung zusteht.

 

Wenn auch Sie Anleger in einem solchen Fonds sind und Verluste erlitten habe sollte, zögern Sie nicht und lassen sie das Prospekt des Schiffsfonds umgehend auf Fehler überprüfen. Nur so können Sie ihre Verluste wieder ausgleichen. Rufen Sie uns daher an oder schreiben Sie uns eine E-Mail, wir helfen Ihnen gerne weiter und beraten Sie bezüglich des Prospektes.

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Diesel-Abgasskandal-Rechtsanwalt-Kaufmann-Niedersachsen
01
Jul

Achtung: Neuer Diesel-Betrug 2019 bei Audi, VW, Mercedes Benz

Jetzt von Autoherstellern das Geld zurückholen.

Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) hat fast alle Dieselautos von Audi mit Euro 6-Norm und GLK Mercedes-Benz aufgrund des Abgasskandals zurückrufen. Die Kunden sind wiedermal die leidtragenden. Denn durch den neuen Diesel-Skandal ist das Auto jetzt weniger Wert. Außerdem sind da noch die Fahrverbote, die den Diesel weiterhin bedrohen. Müssen Kunden das einfach so hinnehmen? Nein müssen Sie nicht. Selbstverständlich haben auch Kunden ihre Rechte. Kunden, die von dem (2019) Diesel-Skandal betroffen sind, haben die Möglichkeit ihre Fahrzeuge zurückgeben und den Wertverlust erstattet zu bekommen.

Fast alle Dieselautos von Audi mit der Euro 6-Norm hat das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) zurückgerufen.

Es sind folgende Modelle betroffen:

A4

A5

A6

A7

A8

Q5

Q7

 

Aber Achtung, warten Sie nicht so lange. Denn Ansprüche verjähren recht schnell. Damit Ihnen das nicht passiert, handeln Sie rechtzeitig. Wir zeigen Ihnen welche Ansprüche sie geltend machen können. Kommen Sie zu uns in die Beratung, wir helfen Ihnen gerne weiter.

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Bank-und-Kapitalmarktrecht-Rechtsanwalt-Kaufmann-Verden
24
Jun

Rückforderung der Vorfälligkeitsentschädigung

Wenn der Kreditwiderrufsjoker nicht greift, besteht für die meisten Kreditnehmer bei den Banken und Sparkassen nur noch die Chance der Umschuldung. So Schulden viele von einem Kredit auf einen anderen um, um von der derzeitigen Niedrigzinsphase zu profitieren und vergleichsweise günstig an Geld zu kommen. Die Umschuldungen bei den Sparkassen und privaten Banken birgt dennoch viele Probleme. Am wesentlichsten ist hier die Vorfälligkeitsentschädigung, denn momentan sind nicht nur die Widerrufsbelehrungen der Banken und Sparkassen fehlerhaft, sondern auch die Berechnungen der Vorfälligkeitsentschädigungen.

 

Die Banken und Sparkassen in Deutschland berechnen die Höhen der Vorfälligkeitsentschädigung in der Regel nach eignen Methode. Sie können als Kreditnehmer dadurch in der Regel, ohne in der Bank oder Sparkasse zu arbeiten, die Rechenwege in keinem Fall nachvollziehen. Die Banken und Sparkassen übersehen in der Berechnung die essentielle Bestandteile der Vorfälligkeitsentschädigung und lassen so wesentlich Punkte außer acht, die den Betrag verringern würden. Die Berechnungen der Vorfälligkeitsentschädigungen bei Umschuldungen enthalten in der Regel:

 

  • Keine Sondertilgungsrechte
  • Doppelte Gewinnberechnungen ohne Wechsel des Kreditinstitutes
  • Keinen Abzug der Risikoprämien
  • Unzutreffende Renditen zur Berechnung.

 

Diese Punkte sind für eine korrekte Berechnung aber von großer Wichtigkeit und schmälern den noch zu zahlenden Betrag ungemein oder ermöglichen eine Rückforderung des zu viel gezahlten Betrages im Nachhinein.

 

Zeigen Sie uns im Vorfeld oder auch nachträglich Ihren Umschuldungsvertrag. Wir zeigen Ihnen den Weg dahin, wie Sie den schon gezahlten Mehrbetrag zurückverlangen können oder den zu zahlenden Betrag schmälern. Daneben empfehlen wir Ihnen sich im Vorfeld einer Umschuldung unbedingt von uns zu einem Kreditwiderruf Ihres Kreditvertrages beraten zu lassen. Ein Widerruf erzielt in Regel bessere Endergebnisse, als die Umschuldung. Rufen Sie uns daher an oder schreiben Sie uns eine E-Mail, wir helfen Ihnen gerne weiter.

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21
Jun

P&R – Welche Aussichten und Rechte bestehen noch?

Vor nun etwa einem Jahr meldet der Schiffscontainervermieter P&R Insolvenz an und nur etwa ein Drittel der Frachtboxen die bestehen sollten, existieren in Wirklichkeit. Die P&R soll daneben auch ein Schneeballsystem betrieben haben, womit rund 55.000 Anleger insgesamt etwa 3,5 Mrd. Euro in P&R investierten – wohl jeder glaubt, dass die Anlage verloren ist. Nun der Hoffnungsschimmer für Anleger: Eine Klage gegen den Wirtschafsprüfer oder die beratende Bank der P&R auf Schadensersatz können erfolgreich sein.

 

Alle Gesellschaften erstellen Jahresabschlüsse und lassen diese von Wirtschaftsprüfen absegnen. Das Problem: Warum fällt der deutlich niedrigere Containerbestand nicht auf, hätten die Wirtschaftsprüfer diesen nicht erkennen müssen und haften diese dann nicht auch für die Schäden der Anleger? 

Grundsätzlich lässt sich hierzu sagen, dass eine Haftung der Wirtschaftsprüfer wegen fehlerhafter Prüfungen generell möglich wäre und ihnen das verlorene Geld zurückbringen kann!

 

Banken und Sparkassen können in der Regel durch eine fehlerhafte Beratung in Anspruch genommen werden, so zum Beispiel bei einer fehlenden oder fehlerhaften Risikoaufklärung des Anlageberaters. Das Problem: Viele wesentliche Punkte mit Bezug zum Risiko liegen vor, die nicht Teil des Anlagegesprächs wurden und die nicht im Vorfeld für die Beratung durch den Berater begutachtet wurden. So wurden überhöhte Kaufpreise, das Containerüberangebot, der mögliche Totalverlust oder die Provision der Sparkassen regelmäßig nicht Teil des Gesprächs und wurden auch nicht begutachtet, obwohl sie es in beiden Fällen hätten werden müssen.

Im Ergebnis kann also fehlerhaft beraten worden sein, wodurch ein Anspruch auf Schadensersatz aus fehlerhafter Anlageberatung bestehen würde und das angelegte Geld zurückbekommen werden kann.

 

Die überwiegende Zahl der Anleger hofft auf eine Quote im Insolvenzverfahren. Eine Feststellung der Forderung wird aber nicht vor Ende Mai 2019 erwartet und das Insolvenzverfahren wird sich über Jahre hinziehen. Ob und wie die in Aussicht gestellten Teilzahlungen erfolgen ist fraglich und wenn überhaupt etwas gezahlt wird, dann wohl nur sehr geringe Beträge.

 

Lassen Sie sich daher unbedingt beraten, ob in Ihrem Fall eine Haftung des Anlageberaters oder der Bank aus fehlerhafter Anlageberatung in Frage kommt oder aber doch eine Haftung des Wirtschaftsprüfers. In beiden Fällen stehen wir Ihnen für die Beratung und die Geltendmachung Ihres Schadensersatzes zur Seite. Rufen Sie uns daher an oder schreiben Sie uns eine E-Mail, wir helfen Ihnen gerne weiter.

 

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