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Wölbern Holland-Fonds – Der Anleger gewinnt

Ihr Weg zum Schadensersatz durch erweiterte Hinweispflicht

Kauft der geneigte Anleger einen Fonds und insbesondere einen Immobilienfonds, so muss ihn die verkaufende Bank auch auf Änderungen hinweisen, die nach Erhalt des Prospektes und vor der Zeichnung des Fonds erfolgen.

Das Hamburger Landgericht verurteilte im Frühjahr diesen Jahres ein Kreditinstitut, dass den Anleger nicht auf ein Bewertungsgutachten hingewiesen hatte, dass erst nach Übersendung des Prospektes an den Anleger erstellt wurde, (LG Hamburg, Urteil vom 16.03.2018, Az. 330 O 591/15).

Dieses Urteil eröffnet den Weg für die Forderung von Schadensersatzansprüchen für den nicht informierten Anleger.

Das Landgericht Hamburg sagt:

Sofern der Anleger über keine eigenen Informationsquellen verfügt, müssen der Prospekt und seine Informationen vollständig und richtig sein. Der Anleger muss sich also explizit darauf verlassen können, dass die in dem Prospekt enthaltenen Informationen richtig aber vor allem auch vollständig sind.

Es besteht für die verwendeten Prospekte eine permanente Aktualisierungspflicht, die sich nicht dadurch erschöpft, dass der Prospekt dem Anleger übergeben wurde, sondern die bis zu der Zeichnung der Anlage durch den Anleger andauert.

In dem zu entscheidenden Fall ging es um ein nachträglich, also nach der Prospektübergabe erstelltes Bewertungsgutachten des geschlossenen Immobilienfonds„Wölbern Holland 64“ (64. IFH geschlossener Immobilienfonds für Holland GmbH & Co. KG). Das erstellte Gutachten sei als Informationsgrundlage für den Anleger aber von ebensolcher Wichtigkeit wie der Prospekt und die Bank hätte dem Anleger diese Information mitteilen müssen. Da sie dies nicht tat, verurteilte das Landgericht Hamburg die Bank zu der Rückzahlung der Anlagesumme sowie zur Zahlung von Zinsen und weiteren Schadensersatzleistungen wie der Zahlung entgangenen Gewinnes.

Haben auch Sie einen Immobilienfonds oder eine andere Beteiligung aufgrund eines übersendeten Prospektes gezeichnet und stellt sich heraus, dass dieser Prospekt nicht vollständig oder fehlerfrei im Zeitpunkt der Anlageentscheidung war, so können Sie Ihre eingezahlte Anlagesumme sowie weiteren Schadensersatz, der sich in barer Münze zeigt verlangen.

Haben Sie sich an entsprechenden Fondsmodellen unter Verwendung eines Prospektes beteiligt, so prüft für Sie Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht Hermann Kaufmann Ihre Schadensersatzansprüche. Wenden Sie sich vertrauensvoll an Ihren Fachmann.

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